Geldern: Vom Stuhl-Yoga bis zum Show-Kochen

Geldern: Vom Stuhl-Yoga bis zum Show-Kochen

Zur Premiere des "Gesundheitstages" der Rheinischen Landfrauen auf Haus Riswick unter dem Motto "Ein Tag für mich" waren sehr viele Besucherinnen gekommen. Besonders die Gelegenheit zur Blutspende wurde intensiv genutzt.

Yoga auf dem Stuhl, viele Infos rund um die Gesundheit, Spaß beim Zumba/Fatburner-Dance, gesundes und leckeres Essen und obendrein die Gelegenheit, Gutes zu tun mit einer Blutspende - dieses Konzept hatten sich die Landfrauen des Bezirksverbands Kleve für ihren ersten Gesundheitstag auf Haus Riswick ausgedacht, und es ging auf.

Denn schon in der ersten Stunde nach Eröffnung von "Ein Tag für mich - Aktiv, fit und gesund" drängten sich zahlreiche Besucherinnen (und vereinzelte männliche Begleiter) an den Informationsständen in der Aula. Dort hatten zwölf Einrichtungen ihre Stände aufgebaut und berieten kostenlos zum Beispiel über Osteoporose, führten Hör- und Sehtests durch oder zeigten neue Formen der Tiefenentspannung. Besonders gefragt war die Möglichkeit zum Blutspenden. "Darüber freuen wir uns sehr, besonders nach der Grippewelle, in der die Zahl der Spenden natürlich stark zurückgegangen war", sagte Thorsten Hemmers, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst West. Auch Thomas Herzfeld, Leiter dieser Abteilung, war nach Kleve gekommen und begrüßte den zusätzlichen Spende-Termin. "Hier wird das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden, Zeit und Ort passen zusammen, deshalb haben wir heute so viele Spenden", sagte er. In der langen Schlange zur Anmeldung stand auch die 25-jährige Carina Tomek: "Ich spende regelmäßig Blut. Heute bin ich hier mit zwei Freundinnen, eine davon spendet zum ersten Mal. Wir haben auch schon einen Hör- und Sehtest gemacht - eine gute Veranstaltung", sagte sie.

Wie junge Mütter recht bald wieder sportlich aktiv werden können, darüber informierte Anna Noy von "laufmamalauf" mit vielen Kursangeboten. Was man alles für seine Füße tun kann, damit man mit ihnen recht lange im Leben gehen und laufen kann, darüber gaben die Fachleute der Firma Mönks und Scheer Auskunft. Ein Schwerpunktthema war Osteoporose. Dazu gab es mehrere Vorträge, die sehr gut besucht waren. Einen Eindruck davon, was Yoga ist, bekamen die Besucherinnen im Workshop "Stuhl-Yoga" von Silke Rosenboom. "Die Atmung ist das wichtigste beim Yoga", erklärte sie und ließ die Teilnehmer ihren ganz persönlichen Atemrhythmus erspüren.

Dass man auch ganz ohne Bewegung zur Tiefenentspannung kommen kann, führte Frank Lange aus Bedburg-Hau mit einem Sessel vor, der mehr als ein Massage-Stuhl ist. "Wir synchronisieren die Hirnhälften mittels Lichtfrequenzen, das führt zu Tiefenentspannung. Das wiederum fördert Konzentration und Stressmanagement", erklärte er. Eine kurze Schulung in Erster Hilfe mit Vorführung eines Defibrillators gab es von Anna Geurtz und Marc Scheffer aus Xanten. Apotheker Ulrich Schlotmann führte Blutzucker-Messungen durch, seinen Blutdruck konnte man bei Martina Scheers und Bianca Arends überprüfen lassen. Zusätzlich berieten sie über Therapieansätze der Logopädie nach Schlaganfall, bei multipler Sklerose oder Parkinson.

  • Kreis Kleve : Vom Stuhl-Yoga bis zum Show-Kochen

Mitarbeiterinnen von Allround Sports sorgten für viel Spaß an der Bewegung. Die Besucherinnen standen auch hier in Warteschlangen, denn der Platz für den Zumba/Fatburner Dance reichte nur immer für etwa 15 Teilnehmer.

Dass man Reibekuchenteig auch im Waffeleisen backen kann, bewiesen die Landfrauen beim Show-Cooking in der Lehrküche. Der herzhafte Reibekuchen ist fettarm, mit Joghurt-Dip senkt er sogar das Osteoporose-Risiko. Dazu schmeckt ein fruchtiger Smoothie aus dem Thermomix. Im Café "Op de Dääl" gab es zum Möhrenkuchen oder Apfel-Nuss-Kuchen Joghurt statt Sahne. "Ich habe mir einen Snack-Teller aus Salat, Thunfischtörtchen und Obstspießen zusammengestellt. Neue Ideen zur gesunden Ernährung finde ich immer interessant", sagte Besucherin Marion Tüchthuisen.

Marlies Wollschläger vom Bezirksvorstand der Landfrauen der Region zeigte sich sehr zufrieden mit der Premiere des Gesundheitstages: "Erst wollten wir nur Blut spenden, die Kombination mit den anderen Gesundheitsthemen aber war ein voller Erfolg."

(RP)