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Virtuelle Vertreterversammlung der Volksbank an der Niers

Volksbank an der Niers mit Dividende von vier Prozent : Virtuelle Versammlung der Volksbank

Erstmals tagten die Vertreter des Geldinstitutes nur online. Die Dividende beträgt vier Prozent. Die Beschlussfassung erfolgt nun auf dem Postweg.

Erstmals fand die Vertreterversammlung der Volksbank an der Niers in virtueller Form statt – eine Premiere in der langen Geschichte der Bank. Vorstand und Aufsichtsrat entschieden sich dabei für ein zweistufiges Verfahren: Eine digitale Veranstaltung mit anschließender schriftlicher Beschlussfassung auf dem Postweg. Knapp 140 Mitgliedervertreter ließen sich auf die technische Premiere ein und folgten über einen Online-Zugang den Berichten von Aufsichtsrat und Vorstand, die live aus der Geschäftsstelle in Straelen sendeten. Die Vertreter hatten die Möglichkeit, via Chatfunktion ihr Rede-, Antrags- und Auskunftsrecht auszuüben.

„Das war für uns eine absolute Premiere, auch wenn wir natürlich durch Online-Meetings und ähnliches mit dem Medium vertraut sind“, so Vorstandsmitglied Wilfried Bosch. Im Mai war er mit seinem Kollegen Johannes Janhsen schon einmal für die Vertreterschaft vor die Kamera getreten, um via Videobotschaft über aktuelle Bankthemen zu berichten. Denn auch die Regionaltagungen im Frühjahr mussten coronabedingt ausfallen. Passend zum digitalen Format der Versammlung resümierte Bosch in seiner Rede die Einrichtung der Digital-Filiale im Frühjahr. Die virtuelle Filiale ist eine „echte“ Geschäftsstelle, besetzt mit erfahrenen Mitarbeitern der Volksbank an der Niers. Bosch: „Der Start Mitte März war eine Punktlandung, da auch unsere Geschäftsstellen vor Ort vorübergehend geschlossen waren. Aktuell erreichen uns bis zu 700 Anrufe pro Tag, die Beratung bleibt persönlich und individuell.“

Auch angesichts eines herausfordernden Marktumfeldes zeigt sich die Ertragslage der Bank stabil. Die Bilanzsumme wuchs 2019 gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro an. Die geschäftliche Entwicklung 2019 war von einer Ausweitung des Kreditgeschäfts und der Kundeneinlagen geprägt. Im Bereich des Kreditgeschäfts ließ sich ein Wachstum von 3,7 Prozent (auf über 1,8 Milliarden Euro) festhalten. Engpässe gab und gibt es dabei nicht. Eine besondere Herausforderung für die Bank stellt das überdurchschnittliche Wachstum der Kundeneinlagen dar. Zum Bilanzstichtag war hier ein Anstieg um 8,4 Prozent auf fast zwei Milliarden Euro zu verzeichnen. Die Bank zeigte sich insgesamt zufrieden mit den Zahlen. „Wir blicken auf ein gutes Geschäftsjahr 2019 zurück und sehen eine positive Ertragsperspektive in der Mehrjahresplanung“, fasste Bosch zusammen. Daher wurde die Auszahlung einer Dividende von vier Prozent an die Mitglieder vorgeschlagen. Auch der kurze Ausblick ins Geschäftsjahr 2020 fiel zuversichtlich aus. So konnten die Folgen des Lockdowns im Frühjahr bereits weitestgehend aufgeholt werden.

„Unsere erste virtuelle Vertreterversammlung ist auf reges Interesse gestoßen“, resümiert Wilfried Bosch, „den persönlichen Austausch ersetzt sie allerdings nicht. Daher hoffen wir, dass wir die gewählten Vertreter im nächsten Jahr wieder zu einer Präsenzveranstaltung einladen können.“

(RP)