Vier Gruppen in vier Lokalen in Geldern.

Geldern: Bandnacht – klein, aber fein

Zwar gab es nur vier Gruppen bei der „Nacht der Bands“, dafür stimmte die Abwechslung: Blues, Rock, Partymusik und mehr standen auf dem Programm. Etliche Gäste störte die kleinere Auswahl gar nicht.

Jahr für Jahr sank die Zahl der Gaststätten und Gruppen, die bei der „Nacht der Bands“ mitgemacht haben. Dieses Mal gab es jeweils nur vier, doch sowohl die zahlreichen Besucher in den beteiligten Lokalen als auch die stimmungsmachenden Klangkünstler rockten den Abend in Gelderns Innenstadt. „Es ist schon schade, dass es nicht noch etwas mehr Abwechslung gibt, aber die Bands, die da sind, sind gut“, erklärte Besucherin Nadja Meyer. Und ihre Freundin Susanne Koppers, mit der sie unterwegs war, sah das Ganze sogar noch positiver: „Mir ist erst später aufgefallen, dass es weniger Gruppen sind, denn ich bin ich den letzten Jahren eh nicht zu den Kneipen gegangen, die so ganz weit weg liegen.“

„Schroeders Blues-Band“ sorgte im „Schwarzen Pferd“ für den Einstieg in die abwechslungsreiche Nacht. „Wir sind das erste Mal jetzt bei dieser Aktion in Geldern“, erklärte Sänger Andreas Klaus. „Bei so einer ‚Nacht der Bands‘ spielen wir, im Gegensatz zu anderen Konzerten, kürzere und mehrere Sets, damit die Leute auch die Kneipen wechseln.“ Er und seine Kollegen sind erst vor zwei Wochen zum Projekt gestoßen, da sie kurzfristig für die Formation „Six Pack“ eingesprungen sind, die ursprünglich geplant war. „Wir sind gerade gut im Training, denn wir treten morgen in Kamp-Lintfort auf.“

Am Freitagabend war die „Nacht der Bands“ auch das Finale der von der Stadt organisierten Konzertveranstaltungsreihe „Gelderner Sommer“. Trotz der mit vier Gaststätten überschaubaren Auswahl an Locations präsentierte man ein Maximum an musikalischer Abwechslung. Neben dem Blues gab es „Two Harmonies“, die zum wiederholten Mal ihre patentierten Gute-Laune-Klänge samt Mitsing-Liedern ins „Kult-Live-Music-Bistro“ brachten.

Etliche Besucher genossen das Spektakel sogar von vor der Tür, weil es in der Gaststätte so voll war. „Da gibt es Musik, und man kann eine rauchen“, meinte dazu Besucherin Elisabeth Schulte mit einem Lächeln.

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Die volle Ladung Rock-Kult, von „Highway to Hell“ bis „Sweet Home Alabama”, gab es dank „T-Bone” bei „Malo’s Bistro”. „Bei mir nie geht es nie nach Schema F, für mich ist es eine Berufung, aufzutreten, denn ich komme aus Geldern und spiele hier sehr gerne“, betonte Frontmann Momo Massad. „Dabei haben wir längere Zeit nicht hier in der Stadt gespielt, da kommt die ‚Nacht der Bands‘ gerade recht, da sieht man viele bekannte Gesichter.“

Die vierte und letzte Show des Abends gab es im „Schwarzbrenner“: Das „Rocksofa“ servierte knallige Party-Atmosphäre mit Songs von „Blink 182“ und weiteren Gruppen, die etlichen Zuhörern eine wohlig-nostalgische Gänsehaut bescherten.

Dabei erklärte die Formation auch, warum die „Nacht der Bands“ nach wie vor nicht nur für viele Besucher, sondern auch Musikgruppen so interessant ist: „Es ist intimer und gemütlicher, man ist näher an den Leuten dran“, meinte Sänger Martin Krüger, und Sängerin Kirstin Schäfer verriet: „Bei normalen Auftritten spielen wir ja teilweise deutlich mehr, doch heute bei der ‚Nacht der Bands‘ haben wir zwei richtig knackige Sets mit unseren ganz persönlichen Lieblingssongs ausgewählt.“