Geldern: Viele Ideen für eine etwas bessere Welt

Geldern: Viele Ideen für eine etwas bessere Welt

Die "Weltretter" präsentieren sich. Die Teilnehmer am ersten Treffen zeigten Möglichkeiten, wie man dem Planeten jeden Tag ein bisschen helfen kann.

"Die Welt retten, das ist etwas, das man jeden Tag machen muss, denn schließlich ist die Welt ja auch jeden Tag für einen da", sagte Janine Ingenpass-Geiger, Inhaberin des Gelderner Tanzstudios "8 Counts". "Mit unserem ersten Weltretter-Treffen wollten wir einfach Möglichkeiten aufzeigen, wie man vielleicht bei manchen Themen umdenken kann, um selbst seinen Teil zu einem besseren Miteinander beizutragen." Am Sonntag waren fünf Teilnehmer mit dabei.

Johannes Bergmann zeigte die Parfüms der Firma Xaxx, "die weg gehen von der Massenwaren und vor allem der industriellen Herstellung. Alles ist 100 Prozent vegan", erklärte er. Für die Rechte der Tiere und verschiedene Netzwerke warb Aktivist Manuel Stifft. "Man geht dann zusammen auf Demonstrationen gegen Tiere in der Unterhaltungsindustrie, in der Forschung und anderen Bereichen. Dabei werden wichtige Punkte angesprochen: Die Menschen gehen einfach nicht gut genug mit den Tieren um."

Ebenfalls rein natürliche Produkte präsentierte Uwe Cremer zusammen mit Antje Klautmann: "Vom österreichischen Familienunternehmen Ringana gibt es nur frische Produkte, ohne irgendwelche Zusätze, deshalb gibt es sie auch nicht über den Einzelhandel." Die Körperpflege-Produkte sollen kein Plastik oder ähnliche Zusätze enthalten. "So ist das, was später in den Abfluss läuft, auch hundert Prozent abbaubar."

Ein wichtiger Impuls ging vom "Fleuther Craftbeer" aus. "Was wir heute vorstellen, hat nichts mit Bier zu tun", meinte Oliver Stöcker. "Denn wir wollen ein 'Clean-Up' für Geldern organisieren, bei dem wir von der Stauffenbergstraße bis zum Hallenbad das kleine Waldgebiet säubern." Man suche Leute, die mit anpacken, Handschuhe stiften, vielleicht für die Entsorgung Kontakte zur Deponie knüpfen. "Die Aktion soll im Juni oder Juli stattfinden und wir werden auf unserer Homepage dazu bald einen Newsletter und eine Anmelde-Liste machen", so Sylvana Westphal.

Abschließend stellte Mischa Hatje natürliche und wiederverwendbare Alternativen zu industriell gefertigten Produkten vor, zum Beispiel selbst gemachtes Waschpulver. "Ich war selber überrascht, was man alles selbst machen kann, wenn man sich mal informiert und umschaut", verriet sie. Im Mai wird sie im "Lieber unverpackt"-Laden auf der Glockengasse einen Kurs anbieten, in dem sie ihr Wissen weitergibt.

Auf Facebook gibt es die "Weltretter"-Gruppe für Gleichgesinnte. Ein zweites großes Treffen in Geldern ist ebenfalls angedacht.

(cnk)