Kerken: Viel mehr Platz für die Feuerwehr

Kerken: Viel mehr Platz für die Feuerwehr

Die Gemeinde Kerken baut das Feuerwehrgerätehaus in Aldekerk um und aus. Etwa 250 000 Euro werden dafür ausgegeben. Dann kann ein drittes Fahrzeug untergebracht werden. Umkleide und Tagungsraum werden größer.

Die Ortschaften schauen immer mit Argusaugen auf das, was im Nachbardorf geschieht. Da gerade erst in Nieukerk im vergangenen Jahr das Feuerwehrgerätehaus für etwa 350 000 Euro erweitert worden war, liegt es nahe, dass nun das entsprechende Gebäude in Aldekerk an der Reihe ist. "Das ist nicht das Entscheidungskriterium", macht Kerkens Bürgermeister Dirk Möcking deutlich. Die Politik quer durch alle Fraktionen sehe einfach die Notwendigkeit, Geld für die Sicherheit der Bürger auszugeben. Und für die Sicherheit der Bevölkerung habe eben die Feuerwehr einen großen Anteil. Dessen seien sich auch die Kommunalpolitiker im großen Maße bewusst, erklärte der Ratschef.

Deshalb werden in diesem Jahr die Kerkener für den Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Nieukerk etwa 250 000 Euro ausgeben. Bereits während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses waren etwas mehr als 200 000 Euro bewilligt worden. Kurzfristig, so Möcking, habe sich jedoch dann noch die Möglichkeit ergeben, von der katholischen Kirchengemeinde ein kleines Grundstück zu kaufen, das bisher das Magdalenen-Altenheim als Schuppen nutzt. Dabei gehe es noch einmal um etwa 40 000 bis 50 000 Euro, über die die Politik noch entscheiden müsse. "Nachdem der Kreis Kleve den Bauantrag genehmigt habe, müssen die Arbeiten ausgeschrieben werden", verdeutlicht Kerkens Bauamtsleiter Klaus Arnolds die Zeitschiene. Wenn alles gut ablaufe, rechnet der Fachmann mit dem Baubeginn etwa nach den Sommerferien. Die verantwortlichen Feuerwehrmänner – Wehrleiter Oliver Käfer und Löschzugführer Klaus van Loon – zeigen sich sehr zufrieden mit der aktuellen Planung. Sie heben in diesem Zusammenhang auch die guten Absprachen zwischen Wehr, Verwaltung und Politik beim Erarbeiten der Pläne hervor.

Das gesamte Gerätehaus wird nach dem Umbau um etwa 85 Quadratmeter größer. Ein großer Teil entfällt auf die Fahrzeughalle. Denn dort bekommt ein drittes Fahrzeug, das noch in diesem Jahr angeschafft wird, Platz. Wo der Schuppen der Kirchengemeinde war, könnte ein separater Umkleidebereich entstehen. "Das ist besonders wichtig, da sich die Männer dann nicht mehr in der Nähe der Fahrzeuge umziehen müssen. Das dient vor allem der Sicherheit", argumentiert Oliver Käfer.

  • Kerken : Taiwan in Nieukerk hautnah erleben

Auch der Tagungsbereich wird erheblich erweitert. Denn wenn derzeit alle Aktiven und die Mitglieder der Ehrenabteilung (siehe Info-Kasten) zu Übungen oder Besprechungen zusammenkommen, wird es schon mal eng im Besprechungsraum. Und bei den ganzen Um- und Anbau-Arbeiten werden außerdem noch die bestehenden Sanitärräume komplett saniert, kündigt Arnolds an.

Insgesamt sehen Käfer und van Loon die Kerkener Feuerwehr mit den beiden Schwerpunkten in Aldekerk und Nieukerk dann sehr gut aufgestellt, ohne die anderen Standorte in Rahm, Winternam, Stenden oder Eyll zu vernachlässigen.

(RP)