Verkehrsverein Straelen beantragt 25.000-Euro-Zuschuss von der Stadt

Traditionsveranstaltung : Straelens Stadtfest ist in Gefahr

Die Durchführung des „Couch’n’Concert“ 2019 steht auf der Kippe. Damit sind auch die beiden folgenden Festtage unsicher. Der Straelener Verkehrsverein hat bei der Stadt einen einmaligen Zuschuss von 25.000 Euro beantragt.

In den vergangenen Jahren hatte Martin van Bebber beim Straelener Wirtschaftstreff eine gute Nachricht zu verkünden. Im vollbesetzten Forum teilte er mit, welche Künstler beim nächsten „Couch’n’Concert“ auf dem Marktplatz spielen würden. Das wird er am morgigen Donnerstag nicht tun. „Wir sind noch nicht so weit“, erklärte der Vorsitzende des Straelener Verkehrsvereins am Dienstag. Die Finanzierung des fünften Konzertabends steht noch nicht. Und damit ist auch die Durchführung des Straelener Stadtfestes 2019 gefährdet. Der Verkehrsverein benötigt Geld von der Stadt. Er hat einen einmaligen Zuschuss von 25.000 Euro plus Mehrwertsteuer beantragt.

2015 kam es zur Premiere von „Couch’n’Concert“. Das neue Konzept wurde realisiert, weil man mit dem Freitag des Stadtfestes unzufrieden war. Seitdem lockt das „Couch’n’Concert“ als eine dem Stadtfest vorgeschaltete, aber nicht mehr kostenlose Konzertnacht die Massen auf Straelens Marktplatz. Die bisher vier Veranstaltungen waren laut van Bebber alle gut, wenn auch die Resonanz in diesem Jahr mit rund 1600 Besuchern zu wünschen übrig ließ. „Es fehlten Karten, um Reserven zu haben, damit wir für 2019 bedenkenlos Künstler engagieren können“, so der Verkehrsvereins-Chef, der im Falle eines Falles wie andere Verantwortliche des Vereins mit seinem Privatvermögen haften würde.

Van Bebber ließ beim Pressegespräch keinen Zweifel daran, dass der Verkehrsverein bisher von vielen großartig unterstützt werde, nicht zuletzt von der Stadt, vom Stadtmarketing und dem Baubetriebshof. Doch Man- und Womanpower reichen angesichts steigender Anforderungen nicht mehr. „Die Finanzierung ist schwierig.“ Der Verkehrsverein habe Lust, das „Couch’n’Concert“ fortzusetzen. „Doch wir brauchen die Hilfe Dritter“, betonte van Bebber, der als stetiges Kalkulationsziel eine „halbwegs schwarze Null“ angab.

Mit dem Schicksal des „Couch’n’Concert“ ist die Zukunft des „normalen“ zweitägigen Stadtfestes verknüpft. Van Bebber: „Das ,Couch’n’Concert’ hat in den vergangenen Jahren das Stadtfest finanziert.“ Ohne das Musikfestival hätte man sich vielleicht schon vor drei Jahren Gedanken über die Finanzierung des Stadtfestes machen müssen. Wirtschaftsförderer Uwe Bons machte klar, dass ohne „Couch’n’Concert“ der große Einnahmeblock durch Eintrittskarten fehlen würde. Bei den Infrastruktur-Kosten gebe es für zwei oder drei Tage nur marginale Unterschiede.

Für 2019 gibt es laut van Bebber „richtig gute Ideen“. Es sollen mehr als zwei Bands auftreten. Außer mit der Stadt soll auch mit Sponsoren und Vereinen gesprochen werden. Eine Entscheidung seitens der Stadt erwartet er mit dem Ende der Haushaltsberatungen am Ende des Jahres. „Falls es da hakt, habe ich noch keine Lösung, ob 2019 Stadtfest und ,Couch’n’Concert’ stattfinden können.“ Für eine Rückkehr zu einem Stadtfest wie früher „stehen wir nicht“.