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Veranstaltung "Spring rein" in der Kulturscheune Sevelen.

Kunst in Sevelen : 40 Bilder und Jazz in Sevelen

Eine kreative Kombination gab es in der Kulturscheune an der Feldstraße.

Die Kombination aus Musik und Bildender Kunst bot die Veranstaltung „Spring rein“ in der Kulturscheune Sevelen. Alexandra (Alex) Bons, Barbara Haester, Monika Berens, Wolfgang Daeselaers, Andrea Kunert, Ingeborg Schäl, Tobias Hermann, Steffie Gsellmann, Nadine Ehring und Hubert Engels vom Kulturverbund Niederrhein stellten zum Thema „Mensch und Natur“ rund 40 Gemälde und Fotos aus.

Zur Bilderpalette zählten „lost places“, verlassenen Orten, die Wolfgang Daeselaers mit seinem Fotoequipment am Niederrhein aufstöbert und auf Fotopapier bannt, sowie Impressionen unberührter Natur, die Steffie Gsellmann und Alex Bons großformatig malerisch inszenieren. Alltagszenen von menschlichen Begegnungen und expressiven Gesten haben Monika Berens und Barbara Haesters besonders eindrücklich und ausdrucksstark festgehalten. Mit abstrakten und farbenfrohen Großformate waren Andrea Kunert und Tobias Hermann vertreten. Weithin bekannt sind die kolorierten Illustrationen von Alex Bons und Nadine Ehring. Mit einer „Installation von Gemälden in trüben Tüten“ will Hubert Andreas Engels auf die Bedrohung unseres Planeten durch Milliarden Tonnen von Plastikmüll aufmerksam machen. Ironisch und bissig stellt er den Betrachtern die Frage nach ihrem eigenen Konsumverhalten und dem Umgang mit dem Massenprodukt „Kunst“stoff, indem er seine farbenfrohen Bilder hinter eben diesem verschwimmen lässt.

Akustisch abgerundet wurde die Ausstellung vom Konzert der Düsseldorfer Improvisationsband „Subsolax“. Die drei Saxophonisten Kai Winter, Uwe Juchum und Claudius Reimann bliesen sich mit ihren themengebundenen Improvisationen und abenteuerlichen Klangexperimenten sprichwörtlich „die Lunge aus der Seele“.

Das Trio wurde in der zweiten Spielzeit vom ebenfalls frei improvisierenden Rhythmusduo mit dem Bassisten Adolf Klemenz und dem Schlagzeuger und Percussionisten Hubert Andreas Engels verstärkt, die mit ihren markigen Sounds der gesamten Band das harmonische Rückgrat und das schlagende Herz verliehen.