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Veert: Steckenpferd an Elke Willems und Sylvia Böhm verliehen

Auszeichnungen beim Verein VVK : Veerter lassen Steckenpferdträger hochleben

De Männertanzgruppe „Die Veertigen Vierzehn“ sowie Sylvia Böhm wurden mit dem besonderen Orden des Vereins zur Förderung des Veerter Karnevals ausgezeichnet. Elmar van Treeck glänzte mit politischer Satire.

Es sieht zwar erstmal unscheinbar aus, sticht neben den sonst üblichen Orden aber heraus. Zudem wird es am Abend deutlich seltener verteilt als die Orden, es bedeutet eine große Ehre und gilt als einer der Höhepunkte des Veerter Büttenabends. Die Rede ist vom „Steckenpferd“. Das „Steckenpferd“ wird vom Verein zur Förderung des Veerter Karnevals (VVK) für besondere Dienste im ortsansässigen Karneval verliehen. Für ihre besonderen Dienste für den Veerter Karneval erhielten die Männertanzgruppe „Die Veertigen Vierzehn“ sowie Sylvia Böhm jeweils ihre wohlverdiente Ehrung. Elke Willems nahm als Trainerin der Tanzgruppe stellvertretend das Steckenpferd entgegen..

Die 55-jährige Elke Willems und die Männertanzgruppe „Die Veertigen Vierzehn“ begeisterten die vergangenen elf Jahre das närrische Publikum. Und das so sehr, dass die Veerter wohl trotz des geplanten Ruhestands der Gruppe immer noch nicht genug vom Männertanz haben. „Eigentlich wollten wir mit dem schönen Jubiläum aufhören, aber das will das Publikum wohl nicht“, scherzte Willems. „Wir als Team sind glücklich und selig, das Steckenpferd bekommen zu haben. Nur gemeinsam sind wir stark.“ Im vergangenen Jahr stellte die „Veertigen 14“ sogar den Veerter Prinzen Andreas I. und damit natürlich auch die Garde.

Genau so froh wie überrascht über ihr Steckenpferd war die 77-jährige Sylvia Böhm. „Mit der Verleihung hätte ich niemals gerechnet, aber es ist eine schöne Überraschung“, so Böhm. Schon von Anfang an verkaufte sie für den VVK die Tickets und Lose. Zudem war sie in der Saison 2005/2006 Prinzessin. In dieser Session ist es Elke I. mit ihrer Blumengarde. Auch Sylvia Böhm hat das Prinzessin-Sein Spaß gemacht. Sie war und ist tief verwurzelt mit dem Veerter Karneval, die Verleihung des Steckenpferdes war so fast schon überfällig.

Bauchredner Daniel Stippel holte Zuschauer auf die Bühne. Foto: Ja/Norbert Prümen (nop)

Mit Elmar van Treeck hatte auch ein ehemaliger Preisträger wieder einen großen Auftritt in der Tennishalle. Nur mit einer Gitarre ausgerüstet, sorgte er kurz vor der Steckenpferdverleihung für ordentlich Stimmung. Ganz karnevalistisch nahm er in nur einem Lied wirklich alles aufs Korn, von der regionalen Politik bis zu „Fridays for Future“. Das Mitklatschen und Lachen des Publikums kommentierte er mittendrin mit: „Nicht mal so ausrasten, ich habe erst die Hälfte vom Song fertig.“ Weniger musikalisch, dafür genauso humorvoll war der Auftritt des Bauchredners Daniel. Mit der Zugabe konnte er besonders glänzen, in der er Heiner Dreßen und Michaela Kaiser aus dem Publikum auf die Bühne holte und für sie sprach. Dass die Stimmen nur wenig zu den Personen passen würden, war ebenso klar wie witzig.

Das Publikum zeigte sich mehr als angetan, auch bei den anderen Programmpunkten dieses Veerter Karnevalsabends. Die Emil-Backes-Band musste nicht lange um Unterstützung bitten. Zu den Karnevalsliedern wurde vom Publikum inbrünstig mitgesungen und mitgetanzt.