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Unterstützung für Opfer der Hochwasser-Katastrophe aus dem Gelderland

Kommentar : Solidarität in der Not

Abertausende von Helfern machten sich auch vom Niederrhein aus auf, um den Menschen in den Hochwassergebieten zur Seite zu stehen.

Die Bilder erschüttern seit mehr als einer Woche: Zerstörte Ortschaften, weggeschwemmte Häuser und Autos, Menschen, die ihr Leben verloren haben, Menschen, die zwar überlebt haben, aber nicht mehr besitzen als das, was sie auf dem Leib tragen. Bilder, die bisher fast immer nur aus weit entfernten Weltgegenden über die Fernsehschirme flimmern. Doch jetzt betrifft die Flutkatastrophe Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Glücklicherweise zeigt sich einmal mehr, dass in schlechten Zeiten bei vielen Menschen das Gute zum Vorschein kommt. Abertausende von Helfern machten sich auch vom Niederrhein aus auf, um den Menschen in den Hochwassergebieten beizustehen. Zum einen die professionellen, aber zu großen Teilen aus Ehrenamtlichen bestehenden Teams unter anderem der Feuerwehren, der Polizei, des THW, der DLRG, des DRK, um nur einige zu nennen. Doch dann wurde und wird in unzähligen Fällen auch Nachbarschaftshilfe in des Wortes ureigenster Bedeutung geleistet. Es wurde und wird angepackt, um Sandsäcke für Dämme zu füllen, um Helfer und Opfer mit Proviant zu versorgen und die unbrauchbaren Sachen aus verwüsteten Häusern zu holen. Das Beispiel aus unserer unmittelbaren Nähe stammt aus Velden, wo Menschen aus vielen Ortschaften auf den Hilferuf reagierten.

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Die Solidarität zeigt sich nicht zuletzt in der Spendenbereitschaft. Es ist damit zu rechnen und es ist zu hoffen, dass zu den sehr wahrscheinlich noch aufzustockenden staatlichen Hilfen noch viele Beträge von Privatleuten auf die entsprechenden Konten fließen, um die Not zu lindern.

Eine Garantie, dass nicht auch die Menschen zwischen Wachtendonk und Weeze von steigenden Flusspegeln gefährdet werden können, gibt es nicht. Vorsorge ist deshalb nötig, mehr denn je.

Michael

Klatt

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