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Unterstützung für Initiative „Insekten retten – Artenschwund stoppen“

Naturkost Schniedershof Wachtendonk sammelte Unterschriften : Unterstützung für „Insekten retten“

Mit mehr als 72.000 Unterschriften hat die Volksinitiative die Mindestmenge an Unterschriften gesammelt. Dabei liegt der Kreis Kleve mit fast 4000 Unterschriften bezogen auf die Einwohnerzahl landesweit auf Platz eins.

Matthias Merholz vom Naturkost Schniedershof in Wachtendonk setzt sich schon seit Jahrzehnten für den Natur- und Artenschutz ein. Er startete vor 35 Jahren in der Gärtnerei Merholz mit dem Bioanbau von Gemüse, damals als erster in der Region. Nach und nach wechselte er zur Direktvermarktung angesichts der Erkenntnis, dass die Bio-Erzeuger damals wie heute nur wenige Möglichkeiten fanden, ihre Produkte über die herkömmlichen Vermarktungseinrichtungen zu einem gerechten Preis zu vermarkten. Heute beliefert der Naturkost Schniedershof mit eigenen Fahrzeugen Kunden im Süden des Kreises Kleve, in den Kreisen Viersen und Wesel sowie in den angrenzenden kreisfreien Städten.

Da lag es nahe, die Volksinitiative „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ auf Bitten von Monika Hertel, Vorsitzende des Nabu im Kreis Kleve, zu unterstützen. Die Volksinitiative wurde von den drei großen Naturschutzverbänden in NRW (Bund, LNU und Nabu) initiiert, um eine landesweite Kampagne zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt in NRW durchzuführen. Also legte das Schniedershof-Team den Bio-Kisten Unterschriftenlisten bei und verteilte sie so an seine Kunden. Ausgefüllte Listen konnten Corona-konform und unter Wahrung des Datenschutzes an die Auslieferfahrer zurückgegeben werden. Fast 200 Unterschriften kamen so zusammen, die Matthias Merholz stolz an Monika Hertel vom Nabu übergab.

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Merholz ist sich mit den Akteuren der drei Naturschutzverbände einig: „Der Natur- und Artenschutz hat einen viel zu geringen Stellenwert in unser aller Leben“, sagt er. Er wünscht sich, dass die Menschen mehr zur Einsicht gelangen, dass sich jeder mit seinem Tun für die Natur einsetzen kann. Die Förderung des Bioanbaus durch den Kauf der Produkte ist dabei ein wichtiger Baustein, denn Biolandwirte setzen weder Pestizide etwa gegen Insekten ein noch verwenden sie synthetisch erzeugte Düngemittel. Außerdem legen sie viel Wert auf einen gesunden, humus- und kleinsttierreichen Boden, nutzen lange Anbauzyklen mit Fruchtfolgen zur Krankheitsvorbeugung und lassen blühendes Unkraut zwischen den Kulturpflanzen stehen.“ Ihr Ziel sei es, eine harmonischere Beziehung zu der umgebenden Natur herzustellen. Für die Erzeuger seien dabei aber auch der langfristige und sichere Absatz der Produkte und eine faire Preisgestaltung wichtig. Dafür stehe der Schniedershof als Bindeglied zu den Kunden.

Mit mehr als 72.000 Unterschriften (Stand Anfang Februar 2021) haben die Initiatoren der Volksinitiative die erforderliche Mindestmenge an Unterschriften bereits gesammelt, so dass sich der Landtag mit ihren konkreten Handlungsvorschlägen zur Verbesserung der biologischen Vielfalt und des Naturschutzes im Land befassen muss. Dabei liegt der Kreis Kleve mit fast 4000 Unterschriften bezogen auf die Einwohnerzahl landesweit auf Platz eins.