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Geldern: Umfrage ergibt: Kapellener wollen mehr Radwege und Busfahrten

Geldern : Umfrage ergibt: Kapellener wollen mehr Radwege und Busfahrten

Die CDU hat sich vorgenommen, die Bürger vor der Kommunalwahl stärker einzubeziehen: "Wir wollen nicht einfach nur das machen, was die Partei uns vorgibt", erklärte Gottfried Kassel, der Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Kapellen. "Im Mai sind die Kommunalwahlen mit unseren beiden Kandidaten Bärbel Wolters und Fred Backus. Wir wollen hier Politik für die Menschen in Kapellen machen, und deshalb haben wir eben gefragt: Was sind die Wünsche? Was gefällt? Was wird gebraucht?"

Von den etwa 1000 Umfrage-Zetteln, die Anfang März in den Haushalten in Kapellen, Aengenesch und Boeckelt verteilt wurden, kamen mehr als ein Zehntel zurück. Die Auswertung fand am Donnerstagabend in der Gaststätte Steldermann statt.

Thema Nummer eins bei den insgesamt zehn Fragen war die Anbindung von Kapellen an die umliegenden Orte. Dabei kam heraus, dass eine Verbesserung der Radwege bei der Anbindung nach Issum und Kevelaer extrem wichtig wäre, da es etwa auf der Landstraße teilweise nicht einmal einen Fahrradweg gibt. Ebenfalls sei die Einrichtung eines Busses oder auch Bürgerbusses wichtig, da direkte Verbindungen nach Issum und Kevelaer schlicht nicht existieren und ein umständliches Fahren und Umsteigen über Geldern sogar von einigen Wenigen in Kauf genommen wird, die auf diese Möglichkeiten angewiesen sind. Optimal ist etwas anderes.

Das Gleiche gelte auch für die Fahrzeiten der Busse, denn, wie nachher in der Diskussion ersichtlich wurde, ein normales Besuchen von kulturellen Veranstaltungen ist sogar für Geldern nicht möglich, ganz zu schweigen von Kevelaer und Issum. Da der letzte Sammelbus gegen 22 Uhr fährt, sind so sämtliche Ereignisse am Abend komplett unerreichbar. Die Idee, die Akzeptanz eines Bürgerbusses erst einmal bei speziellen Ereignissen und Anlässen zu testen, wurde als Möglichkeit genannt.

All dies spielt in die weitere Frage hinein, ob die Kapellener sich für das Leben im Alter gut aufgehoben fühlen. Dem können sie zu drei Vierteln nicht zustimmen. Weiterhin besteht Nachholbedarf bei den Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, welche über zwei Drittel der Befragten nicht ausreichen.

Neben Fragen zum generellen und altersgerechten Wohnen kam einmal mehr das Thema Tempo-30-Beschränkung auf, bei dem die Meinungen grob 50/50 stehen. Weitere Verbesserungsmöglichkeiten wie Spazierwege, die Kirchplatzgestaltung oder auch Bänke für die Ortschaft wurden durch die Fragebögen angeregt. So oder so: Gottfried Kassel freut sich über die Beteiligung der Bürger und die "vernünftigen Zahlen, mit denen wir nun hausieren gehen können".

(cnk)