Geldern: Umbau der Nordtangente ab Februar

Geldern: Umbau der Nordtangente ab Februar

Die Stadt saniert das letzte Teilstück der Gelderner Nordumgehung ab dem 18. Februar. Dafür wird eine Spur der Königsberger Straße für neun Monate gesperrt. Das bekommen Autofahrer, Radfahrer und der Busverkehr zu spüren.

Die ersten Veränderungen werden schon ab Samstag zu sehen sein. Dann fallen die ersten Bäume an der Königsberger Straße. Die Stadt Geldern bereitet so den Umbau des letzten Teilstücks der Nordumgehung vor. Am 18. Februar beginnen dann die Bauarbeiten auf dem Stück zwischen Krankenhaus und Niersbrücke.

Die Fahrbahn soll um etwa 20 Meter von der Wohnsiedlung abrücken. Entlang der Königsberger Straße auf dem Feld werden ein vier Meter hoher Wall und Wände als Lärmschutz gebaut. Dahinter soll ein neuer Geh- und Radweg entstehen. An der Kreuzung zur Clemensstraße, direkt am Krankenhaus, soll ein neuer Kreisverkehr die Ampel ersetzen. Das hat Auswirkungen auf alle, die mit dem Auto, Fahrrad oder Bus die Straße passieren wollen.

Saniert wird neun Monate lang. Das wird sich vor allem auf den Verkehr auswirken: Dazu wird die Straße für den Großteil der Zeit in eine Richtung gesperrt, für wenige Tage ist sogar eine Vollsperrung nötig. „Der Ablauf der Bauarbeiten ist eine Herausforderung“, sagt Stefan Aben, Projektleiter vom Gelderner Tiefbauamt. „Vor allem die Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte vom Krankenhaus und der Feuerwehr muss gewährleistet sein.“

Zudem müssen das St.-Clemens-Hospital, die Gelderlandklinik und das Gesundheitszentrum für alle Bürger erreichbar sein. „Eine dauerhafte Vollsperrung kam deshalb nicht in Frage.“ Darum bleibt die Spur in Richtung Veert offen, so müssen Rettungsdienst und Feuerwehr keine Umwege fahren. Für die Autos und Lastwagen aus der anderen Richtung wird eine großräumige Umleitung ausgeschildert. „Die Fahrzeuge sollen Geldern über die B 9, die Krefelder und die Duisburger Straße umfahren.“ So sollen möglichst wenige Wagen durch die Innenstadt rollen.

Und auch alle, die mit dem Fahrrad oder Bus die Strecke nutzen, müssen sich auf Umwege einstellen. Für Fahrradfahrer, und das sind hauptsächlich Schüler, soll es eine gesicherte Ausweichstrecke über Ampeln geben. Der öffentliche Nahverkehr ist vor allem auf der Niag-Linie 36 betroffen. „Wir richten eine Ersatzhaltestelle an der Königsberger Straße zwischen der Krankenhauskreuzung und der Feuerwehr ein“, sagt Heinz-Theo Angenvoort vom städtischen Verkehrsbetrieb. Zudem kann die Haltestelle „St.-Clemens-Hospital“ von der Linie SL 9, „de Geldersche“, nicht bedient werden. Stattdessen fährt der Bus von der Niersbrücke drei neue Haltestellen an: Amselweg, Birkenallee und Breslauer Straße. Danach hält „de Geldersche“ am Krankenhaus/Gesundheitszentrum.

Der Umbau der Straße kostet die Stadt 1,95 Millionen Euro, die Stadtwerke 280.000 Euro, den Niersverband 265.000 Euro. Land und Bund übernehmen 60 Prozent der Kosten für das Projekt. Für neun Monate sind die Arbeiten terminiert, Verzögerungen könnten aber nicht ausgeschlossen werden. Zum Abschluss der Sanierung soll es an einem Wochenende noch eine Vollsperrung der Straße geben. An zwei Tagen könne dann ein lärmmindernder Asphalt aufgetragen werden.

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