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Toter in Rheurdt - Mordopfer nach 23 Jahren identifiziert

Neue Spuren im Fall „Sandkuhle“ in Schaephuysen : Mordopfer nach 23 Jahren identifiziert

1996 entdeckte ein Jäger eine Leiche in der Sandgrube im Rheurdter Ortsteil Schaephuysen. Der Fall konnte nie aufgeklärt werden. Dank digitaler Technik und der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ gibt es in dem „cold case“ jetzt neue Spuren.

Dank digitaler Technik scheint ein über 20 Jahre alter Mordfall nun doch geklärt werden zu können: Am 8. Dezember 1996 entdeckte ein Jäger eine Leiche in der Sandgrube im Rheurdter Ortsteil Schaephuysen. Allein auf den Kopf des Mannes hat der Täter 16 Mal eingeschlagen, vermutlich mit einem Stahlrohr. Der Tote lag nackt im Gestrüpp, es gab keinerlei Spuren, und niemand scheint den Toten zu kennen.

Der Fall „Sandkuhle“ ist der einzige Mord im Kreis Kleve, den die Ermittler nie aufklären konnten. Und bis heute weiß man nicht, wer der Mann ist. Die Zahnprothesen des Toten lassen darauf schließen, dass er aus Osteuropa stammt, vermutlich aus Polen. Ein Abgleich der Behörden war damals noch fast unmöglich. Darum hat Jenna Leuchter, eine junge Kriminalkommissarin den Fall neu aufgerollt. Was damals noch nicht möglich war, hat sie veröffentlicht: Ein digitales Phantombild, das anhand der Fotos des Toten rekonstruiert wurde. Nun ist es, als schaue man nicht mehr auf eine Zeichnung, sondern auf ein Foto.

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23 Jahre nach dem Gewaltverbrechen ist das Opfer nunmehr identifiziert. Die Ermittler hatten Hinweise erhalten, nachdem der Fall im September 2019 in der Sendung "Aktenzeichen xy" mit einem Montagefoto veröffentlicht wurde. Der entscheidende Hinweis führte nach Aachen. Die Ermittler erhoffen sich nunmehr Hinweise auf das Umfeld des Getöteten im Raum Aachen im Jahr 1996.

Die Einzelheiten geben Gerhard Hoppmann, Leiter der Mordkommission in Krefeld und Staatsanwalt Dr. Boris Petersdorf sowie Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts von der Staatsanwaltschaft Aachen am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Aachen bekannt