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Geldern: Toter Elefant: Tierschützer klagen an

Geldern : Toter Elefant: Tierschützer klagen an

Die Attraktion des Zirkus Alberti, der Riesenelefant Shenka, ist gestorben. Über den fünf Tonnen schweren Elefanten, der sowohl in der Manege glänzte, als auch Spaziergänger verblüffte, wenn er beim Zeltaufbau half, hatte die Rheinische Post mehrfach berichtet. Das Tier sei an Herzversagen gestorben, sagt Marcel Frank vom Zirkus Alberti. "Er war auch schon sehr alt, 49 Jahre, und mehrfacher Uropa."

Petra Schneider von der Tierschutzinitiative Hand-in-Hand Glückshof, sieht das anders. Der Elefant sei "dramatisch krank" gewesen, weil er nicht artgerecht gehalten worden sei. Sie vermutet eine Magen- oder Nierenkolik als Todesursache. "Im letzten Bericht über Shenka in der Rheinischen Post stand ja auch, dass er Blasen- und Nierentee trinken musste", sagt die Tierschützerin. Sie kritisiert: "Der Elefant wurde in einem Lkw gehalten und hatte kaum Auslauf. Er hatte zum Beispiel massive Fußprobleme — eine typische Erkrankung für Zirkuselefanten." Obwohl die Initiative die Haltung massiv beanstandet habe, sei von Behördenseite nichts passiert. Die Vorwürfe weist Frank von sich. Alles sei korrekt zugegangen. Es habe regelmäßige Tierarztkontrollen gegeben, und es sei auch ein Veterinär dabei gewesen, als Shenka starb.

Der Zirkusbetrieb werde ganz normal weitergehen, betont Frank, dessen Vater Stefan Frank sich schon als Junge um das Tier gekümmert hatte. "Er hat nie Urlaub gemacht, weil er immer für Shenka da war. Wir sind alle sehr traurig, denn es ist so, als wäre ein Familienmitglied gestorben", sagt Frank. Natürlich habe sein Vater auch die anderen Zirkustiere, "aber das ist nicht das gleiche."

Shenka soll jetzt präpariert und in einem Museum ausgestellt werden.

(RP)