Wachtendonk: Tod eines Kritikers - Mit "Harmonie" auf Mörderjagd

Wachtendonk: Tod eines Kritikers - Mit "Harmonie" auf Mörderjagd

"Jedes Mal, wenn du denkst, es geht nicht mehr, passiert jemandem ein Unglück und man ist wieder froh!" Dieses Zitat aus dem Stück "Teufelsbrut" der Autorin Madeleine Giese passt wunderbar zum Krimi-Dinner-Abend der Theatergruppe "Gesellschaft Harmonie". Denn während sich die Bistro-Vinothek "Zum Schwan" um allerlei leckere Speisen kümmerte, wurden die zahlreichen Gäste Zeuge eines Mordes: Der hochnäsige Weinkritiker Roland (Rudolf Momm) stand nicht nur auf Kriegsfuß mit Alf (Wolfgang Maßing), dem Besitzer einer Weinstube. Der selbst ernannte Kritiker-Papst hatte es sich ebenfalls mit Marie (Maria Suytings), der Besitzerin des Weinguts, deren ältester Tochter Annette (Dorothea Schröder), ihrem leicht cholerischen Sohn Max (Andreas Ullrich) und der Jüngsten im Bunde, Ines (Angie Stelkens), verscherzt. Als der gemeine Schreiberling mit eingeschlagenem Kopf aufgefunden wurde, war die Frage natürlich: Wer hat den Fiesling ins Jenseits befördert, denn schließlich besaß jeder ein Motiv?

"Ich fand die gesamte Präsentation wunderschön", lobte Gast Andreas Camps. "Hier so in der Runde zu sitzen, mit der Top-Atmosphäre und den netten Schauspielern, das war toll."

Auch Besucherin Rita Brockes lobte, "dass man merkte, dass die Darsteller mit viel Liebe zum Theater bei der Sache waren". In vier Mini-Akten wurde nämlich gut portioniert die Geschichte rund um den Mordfall vorgeführt. Dabei dauerte jede Spielphase nur etwa eine Viertelstunde, bevor der nächste Gang auf dem Tisch stand.

Beate und Robert Kribus, die Leiter der Vinothek und des Bistros "Zum Schwan", servierten erst eine Quinoa tricolore mit Gemüse und Minz-Joghurt als Gruß aus der Küche. Darauf folgte die Vorspeise in Form von Rindercarpaccio mit Trüffelmayonaise und Salat. Nach dem Hauptgericht, Rinderbraten mit Kartoffelwürfeln und Spitzkohl gab es mit feiner Pannacotta mit roten Früchten und einem Stück Schokotarte einen exzellenten Abschluss der kulinarischen Reise.

Am Ende stellte sich Weinstuben-Besitzer Alf als Mörder heraus, Darsteller Wolfgang Maßing hatte schon im vergangenen Jahr den Mörder gegeben. "Vielleicht, weil ich so harmlos aussehe", meinte er mit einem Schmunzeln. Denn nicht nur wurden die Gäste zum aktiven Mitraten aufgefordert, sondern am Ende gab es sogar noch kleine Gewinne. Neben leckeren alkoholischen Spezialitäten wurden auch zwei Karten für das kommende Theaterstück der "Gesellschaft Harmonie" im Herbst verlost.

Die "Teufelsbrut", die am Wochenende in verschiedenen Gaststätten unter der Leitung von Christoph Maesmanns und Stefan van Scherrenburg aufgeführt wurde "war einfach rundum Genuss", freute sich Gudrun Jäger, die zum ersten Mal im Publikum saß. "Nächstes Jahr komme ich sicher wieder."

(RP)