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Tiernahrungshersteller Mera aus Kevelaer will international wachsen

Der Tiernahrungshersteller aus Kevelaer will international wachsen : Mera baut in Kevelaer weiter aus

Mehr als 60.000 Tonnen Hunde- und Katzenfutter werden an der Industriestraße alljährlich produziert. Firmenchef Felix Vos hatte nun Landrätin Silke Gorißen und Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers zu Besuch.

Schon heute verfügt man über eine der modernsten Produktionsstätten für Tiernahrung in ganz Europa. Mehr als 60.000 Tonnen Hunde- und Katzenfutter werden in Kevelaer an der Industriestraße alljährlich produziert. Das vollautomatische Hochregallager wurde in den ersten Monaten zur Pilgerstätte für Technik-Interessierte. In nur 15 Jahren hat sich die Mitarbeiterschaft auf 158 mehr als verdreifacht. Im selben Zeitraum wurden stolze 45 Millionen Euro in den Standort investiert, der sich auf einen weiteren Wachstumsschub freuen darf. Die Rede ist vom Unternehmen „Mera – The Petfood Family“.

Im Januar 2023 wolle man die weitere nachbarliche Produktionsstätte, das größere Hochregallager und die neuen Büros in Betrieb nehmen, verriet Firmenchef Felix Vos beim Besuch von Landrätin Silke Gorißen und Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers. Einen zweistelligen Millionenbetrag wird man bis dahin wohl in die Hand nehmen müssen, betonte der Geschäftsführer und signalisierte, dass man bis dahin auch weitere internationale Märkte erschließen möchte.

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Für nahezu zwei Stunden streifte Felix Vos die lange, seit drei Generationen währende Firmengeschichte vom einstmals in Wetten beheimateten Mischfutterwerk Vos bis zum heutigen Vorzeige-Unternehmen für hochwertige Hunde- und Katzennahrung.

In 40 Länder Europas exportiert man zur Stunde vom Standort in Kevelaer aus, hat Afrika, Asien, Nord- und Südamerika auf der Mera-Weltkarte stehen. Und lässt ungeachtet dessen keinen Zweifel daran, dass man seine Rohstoffe bevorzugt aus der Region bezieht, dass man für die ureigene Mitarbeiterschaft ein „fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ ist und „das Thema Achtsamkeit eine Herzensangelegenheit“ ist. „Als Familienunternehmen haben wir eine Seele“, formulierte Felix Vos an diesem Nachmittag seine Anstrengungen zugunsten eines überzeugenden Betriebsklimas. Das gehöre wie selbstverständlich zu Mera in dieser „emotionalen Branche“.

Darüber hinaus liege dem Familienunternehmen das Thema Nachhaltigkeit sehr am Herzen und somit war – neben der ZNU-Zertifizierung vor zwei Jahren – die klimaneutrale Produktion ein weiterer logischer Schritt im Bestreben, nachhaltig für Mensch und Tier zu produzieren – übrigens nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen in der Tiernahrungsbranche.

Nur nebenbei sei erwähnt, dass die Beschäftigten im Hause Mera ihre Hunde mit zum Dienst bringen dürfen und Landrätin Silke Gorißen einen Vierbeiner ihr eigen nennt, der die Produkte aus Kevelaer sehr zu schätzen weiß.

Länger schon hält der Boom in der Kleintierbranche an und sorgt mit dafür, dass die Anteile am Markenabsatz der Kevelaerer Vorzeige-Adresse stetig wächst. Groß- und Außenhandels-Kaufleute werden ausgebildet, Fachkräfte für Lebensmitteltechnik und Elektriker.

Und die Übernahmechancen für die Fachkräfte von morgen stehen hier am Rande der Wallfahrtsstadt ausgesprochen gut. Ist Firmenchef Felix Vos doch sehr überzeugt davon, dass sein Unternehmen bis zur Vollendung des nächsten Bauabschnitts im Januar 2023 erneut um weitere 60 Mitarbeiter wachsen dürfte.

(RP)