1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

Telefonsprechstunde mit Gelderner Ärzten rund um das Thema Herz

Aktion zur Herzwoche : Telefonsprechstunde rund um das Thema Herz

Experten aus dem St.-Clemens-Hospital in Geldern beantworten am Donnerstag Fragen der Bürger im Rahmen der bundesweiten Herzwoche.

„Das schwache Herz“ lautet das Thema der diesjährigen bundesweiten Herzwoche im November. Üblicherweise laden Krankenhäuser dann zu öffentlichen Vorträgen ein. Nicht so in diesem Jahr. „Corona macht uns einen Strich durch unsere Veranstaltungsplanung“, bedauert Franz Kalscheur, Chefarzt der Klinik für Kardiologie im St.-Clemens-Hospital Geldern. „Das Thema ist uns aber zu wichtig, um die Aufklärung komplett unter den Tisch fallen zu lassen. Schließlich kann eine Covid-19-Erkrankung für Menschen mit Herzschwäche besonders gefährlich werden. Sie gehören zu der Patientengruppe mit besonders hohem Risiko für einen schweren Verlauf.“ Deshalb bietet er gemeinsam mit Oberarzt Stephan Franken eine telefonische Beratung für interessierte Bürger an: Am Donnerstag, 12. November, sind die beiden Kardiologen in der Zeit von 14 bis 15 Uhr unter den Rufnummern 02831 3901111 und 02831 3902222 zu erreichen.

Deutschlandweit sind rund vier Millionen Menschen von Herzschwäche (auch „Herzinsuffizienz“) betroffen. Meist entsteht sie als Folge einer koronaren Herzkrankheit. Dabei verhindern Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen, dass das lebenswichtige Organ ausreichend mit Blut versorgt wird. Das Gewebe stirbt nach und nach ab, das Herz verliert seine Kraft.

„Erste Symptome wie Atemnot, schnelle Ermüdung oder auch geschwollene Beine werden oft nicht ernst genommen. Viele Patienten glauben, es handele sich um alters- oder stressbedingte Probleme, die im besten Fall von selbst wieder aufhören“, berichtet Franz Kalscheur. Doch das ist ein Fehler. Denn heilbar ist die Herzschwäche nicht. Sie kann aber durch gezielte Behandlung positiv beeinflusst werden. Dabei gilt: je früher, desto besser. Besonders aufmerksam sollten Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck, deutlichem Übergewicht oder einer Schilddrüsenüberfunktion sein. Sie haben ein erhöhtes Risiko für eine Herzschwäche.

(RP)