Geldern: Teil des größten Gartenbaugebiets Europas

Geldern: Teil des größten Gartenbaugebiets Europas

Der Kreis Kleve ist nicht irgendein Gartenbaugebiet. Er gehört zum größten zusammenhängenden Gartenbaugebiet Europas. Dies reicht im Norden und Westen bis hinüber in die Niederlande, im Süden bis zur Kölner Bucht und im Osten bis ans Ruhrgebiet.

Im Kreis Kleve sind zudem mehr gartenbauliche Betriebe angesiedelt als in jedem anderen Kreis in Nordrhein-Westfalen. 549 Betriebe mit dem Anbau von Gartenbauerzeugnissen weist die jüngste Statistik der Landwirtschaftskammer für den Kreis Kleve aus (Erhebung von 2016). Es folgt der Kreis Viersen mit "nur " 240 Betrieben. Selbst der gesamte Regierungsbezirk Münster kommt nur auf 508 Betriebe. Unter Gartenbauerzeugnisse fallen vor allem Obstanbau, Gemüsebau, Blumen und Zierpflanzen sowie Baumschulen.

Die meisten gartenbaulichen Erzeugerbetriebe im Kreis Kleve produzieren Blumen und Zierpflanzen (257 Betriebe). Es folgt die Gruppe der Pilzbetriebe und Mischbetriebe (127 Betriebe) vor dem Gemüsebau (64), den Baumschulen (elf) und dem Obstbau (vier). Den größten Raum innerhalb der landwirtschaftlichen Erzeugerbetriebe nimmt im Kreis Kleve dabei der Gemüsebau ein mit rund 1080 Hektar Ackerfläche. Der Anbau von Blumen und Pflanzen passierte auf 847 Hektar. Insgesamt werden rund 3900 Hektar vom Sektor bewirtschaftet. Tendenziell werden die landwirtschaftlichen Betriebe im Rheinland immer größer, zugleich aber auch immer weniger. Unter dem Strich geht die bewirtschaftete Fläche dadurch zurück. Die Landwirtschaftskammer NRW verzeichnete im Vergleich von 1991 zu 2016 einen Rückgang der Fläche von stolzen 48 Prozent. Zwar stieg die Anzahl der Betriebe mit einer Fläche von 100 Hektar und mehr um 282,2 Prozent auf 1372 Betriebe (1991: 359 Betriebe). Die Betriebe von 50 bis 100 Hektar Größe blieben so gut wie gleich (2016: 2.317). Die Zahl der kleineren Betriebe von unter fünf bis zu 20 Hektar jedoch nahm drastisch um rund 60 Prozent ab. Fazit: Betriebe brauchen heute mehr Fläche, um noch wirtschaftlich arbeiten zu können.

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Der ökologische Anbau ("Bio-Anbau") ist im Regierungsbezirk Düsseldorf bislang nicht sehr stark vertreten. Nur rund 1,8 Prozent des gesamten Ackerlandes im Bezirk werden ökologisch bewirtschaftet. Den höchsten Anteil hat der Regierungsbezirk Arnsberg (2,5 Prozent des Ackerlandes) und dort die Region Siegen-Wittgenstein mit 9,3 Prozent.

(vkl)
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