Svenja Brockel aus Wachtendonk unter den Finalisten

Wettbewerb: Gründerpreis für Wachtendonkerin?

Svenja Brockel zählt mit ihrem Unternehmen zu den zehn Nominierten für diese Auszeichnung des Landes NRW. Es geht um insgesamt 60.000 Euro Preisgeld. Die Verleihung erfolgt am 19. November in Düsseldorf.

Eine junge Frau aus Wachtendonk zählt zu den zehn Nominierten für den Gründerpreis NRW 2018. Es ist Svenja Brockel mit ihrem Unternehmen L.O.T.T.A. Die Full-Service-Agentur setzt es sich seit 2016 zum Ziel, Schulen deutschlandweit mit interaktiven Techniken auszustatten und somit eine zeitgemäße Ausbildung zu ermöglichen. Das brachte ihr die Nominierung durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie ein.

Gründerin Svenja Brockel beschäftigte sich zu Beginn der Unternehmensgründung eingehend mit dem Thema Digitalisierung an Schulen. „Mir war es wichtig, mich grundsätzlich von allen Wettbewerben am Markt zu unterscheiden. Alle in diesem Markt legen den Fokus ausschließlich auf die Hardware, aber mir ging es immer um die Lösung, sowohl technisch als auch nutzerorientiert. Die pädagogischen und didaktischen Anforderungen der Lehrer müssen zwingend in die Lösungsfindung mit einfließen, da die Lehrkräfte auch tägliche Nutzer sind.“ Aus diesen Gründen setzt L.O.T.T.A. auf ein Full-Service-Konzept und steht seinen Kunden von der Beratung der Schulen, bis hin zur Schulung der Lehrkräfte als kompetenter Partner zur Seite.

Die junge Frau, die neben ihren unternehmerischen Tätigkeiten auch noch an der niederländischen Universität Fontys studiert, weiß, welche Herausforderungen die Selbstständigkeit mit sich bringt: „Unternehmerin sein heißt, die Verantwortung für die Mitarbeiter und deren Arbeitsplätze zu gewährleisten, und meine soziale Verantwortung nehme ich sehr ernst. Ich stelle im Rahmen der Möglichkeiten Mitarbeiter mit Handicaps ein und versuche auch den Menschen Chancen zu bieten, die es auf dem normalen Arbeitsmarkt schwerer haben.“ Aber auch das ehrenamtliche Engagement kommt bei der Jungunternehmerin nicht zu kurz. So findet sie immer auch Zeit für ihre Projekte Gemmys Arche e. V. und superdogs e. V..

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Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart ist begeistert von dem Ideenreichtum der Jungunternehmer: „Die Gründerszene in unserem Land ist lebendig und kreativ. Mit dem Gründerpreis NRW wollen wir ihre Leistung anerkennen und auch andere dazu inspirieren, ihre eigenen Ideen umzusetzen.“ Laut Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.Bank, haben sich in diesem Jahr mehr Unternehmerinnen beworben als im Jahr zuvor, was sich auch bei den Nominierten widerspiegle. „Unter den zehn Finalisten sind vier Frauen.“ Die Bank stehe den Gründern als Förderbank für NRW mit der passenden Finanzierung und Beratung zur Seite.

Die Jury aus Vertretern der Initiatoren Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen und NRW.Bank sowie Existenzgründungs- und Wirtschaftsexperten aus NRW, wählte aus rund 120 Einreichungen die zehn besten Geschäftsideen aus. Wer den mit insgesamt 60.000 Euro Preisgeld (1. Platz: 30.000 Euro, 2. Platz: 20.000 Euro, 3. Platz: 10.000 Euro) dotierten Preis gewinnt, erfahren die Bewerber bei der Preisverleihung am 19. November im K21 Ständehaus in Düsseldorf.

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