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Sturmtief sorgt in und um Geldern für Schäden und Feuerwehreinsätze.

Unwetter über Geldern : „Ignatz“ stürmt über das Gelderland

Das Sturmtief hat am Donnerstag für einige Feuerwehreinsätze gesorgt. Besonders in Geldern waren Schäden festzustellen. Personen wurden durch das Unwetter im Gelderland nicht verletzt.

Mit einem ruhigen Start in den Donnerstag war es für viele Feuerwehrleute im Gelderland nichts. Sturmtief „Ignatz“ sorgte für einige Einsätze. Besonders in Geldern wütete das Unwetter mit zum Teil orkanartigen Böen.

Insgesamt zehn Mal musste die Feuerwehr Geldern ausrücken. An der Walbecker Straße zwischen Geldern und Walbeck wurde ein besetzter Taxi-Bus von einem abgebrochenen Ast getroffen. „Alle Fahrgäste blieben unverletzt und konnten die Fahrt mit einem herbeigerufenen Ersatzfahrzeug fortsetzen“, so ein Sprecher der Stadt Geldern. Der Taxi-Bus war jedoch stark beschädigt und musste abgeschleppt werden, die Kreispolizei sperrte vorübergehend die Durchfahrt. Am Mühlenwasser entfernte die Feuerwehr umgestürzte Bäume von der Fahrbahn. Die Bäume lagen in Höhe des Klärwerks des Niersverbandes.

 Ein Feuerwehrmann zersägt in Weeze einen Baum.
Ein Feuerwehrmann zersägt in Weeze einen Baum. Foto: Guido Schulmann

In Issum ging um 6.15 Uhr der erste Alarm für die Feuerwehrleute. Auf der Kevelaerer Straße Richtung Aengenesch lag ein Baum auf der Straße. Um 8.37 Uhr war der nächste Einsatz in Sevelen. Auf der Nieukerker Straße auf Höhe des Friedhofs drohte eine Birke in einen Vorgarten zu fallen. Die Drehleiter aus Geldern kam zum Einsatz, der Baum wurde Stück für Stück abgetragen. Nicht unmittelbar mit dem Sturm, aber brandgefährlich aufgrund des Sturms, war der Einsatz, zu dem die Issumer um 10.35 Uhr gerufen wurden. Es handelte sich um ein nicht genehmigtes Nutzfeuer auf der Krummen Straße. Wegen des starken Winds gab es Funkenflug, ein Besitzer, der das Feuer beaufsichtigte, war nicht zugegen. Die Feuerwehr löschte, die Polizei war auch vor Ort. Entwarnung gab es bei den Issumern auch um die Mittagszeit noch nicht. „Eine Besserung ist noch nicht in Sicht“, so Bernd Manders, Sprecher der Issumer Feuerwehr.

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In Straelen gab es eine starke Böe um kurz vor 8 Uhr. Wehrleiter Thorsten Fischer berichtete von fünf Einsätzen. Rund um Straelen mussten umgestürzte Bäume von der Straße geräumt werden. „Noch überschaubar“, urteilte Fischer.

„Nichts Dramatisches“, sagte Sebastian Kretz, der Feuerwehrchef von Wachtendonk. Hier hatten die Blauröcke in Wankum lediglich einen Baum von der Venloer Straße zu räumen.

In Kevelaer rückten die Einsatzkräfte vier Mal aus. Unter anderem stürzte eine Ampelanlage um, am Velder Dyck lagen Bäume auf der Fahrbahn. Der Einsatz der Feuerwehr begann um 8 Uhr und endete gegen 12 Uhr.

In Kerken beschäftigte die Feuerwehr zunächst ein größerer Ast auf der B510 zwischen Aldekerk und Rheurdt. Um 9.31 wurde die Löschgruppe Eyll in der Nähe Eyller Sees zu einem „Baum in Telefonleitung“ gerufen. Um kurz nach 10 Uhr rückte die Löschgruppe Stenden zu einem umgestürzten Baum in Höhe Kempener Straße/Lichtenberger Weg aus. Klaus van Loon, Leiter der Feuerwehr Kerken: „Der Baum hing in einer Hochspannungsleitung. Der Einsatz wurde mit Hilfe der RWE abgearbeitet.“

In Weeze musste die Feuerwehr nur zu einem Einsatz ausrücken. Gegen 4 Uhr nachts lag ein Baum quer über den Hülmer Deich, die Einsatzkräfte mussten zur Säge greifen.

Auch der Niersexpress war von den Sturmfolgen betroffen. Die RE 10 fiel von 9.45 Uhr an in beide Richtungen aus. „Da liegen einige Bäume auf der Strecke“, sagte ein Sprecher der Nordwestbahn. Bis in die Mittagsstunden konnte die Strecke freigeräumt werden, etwa ab 17.30 Uhr fuhren die Züge wieder planmäßig in beide Richtungen.