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Stromverbrauch in Corona-Zeiten: Die Stadtwerke Geldern ziehen Bilanz

Bilanz der Stadtwerke Geldern : Wie sich der Stromverbrauch in Corona-Zeiten entwickelt hat

Das Unternehmen „Fresh Energy“ hat bundesweit Energiedaten auf Echtzeitbasis ausgewertet. Auch die Stadtwerke Geldern haben für die Herzogstadt eine erste Bilanz gezogen. Mit interessantem Ergebnis.

Für viele Menschen bedeutet die Corona-Krise auch, dass sie Heimarbeit leisten oder gar Kurzarbeit haben. Sprich: Die ganze Familie ist zuhause, kocht, isst, duscht und geht dort auf Toilette. So wirken sich die Ausgangsbeschränkungen auch auf den Wasser- und Stromverbrauch in den Haushalten aus.

Eine bundesweite Untersuchung des Unternehmens „Fresh Energy“, das Stromverbrauchsdaten auf Echtzeitbasis analysiert hat, hat ergeben, dass seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen der private Stromverbrauch pro Haushalt und Woche gestiegen ist. Zu Beginn der bundesweiten Kontaktsperre am 22. März lag der Verbrauch der Analyse zufolge noch bei rund 71 Kilowattstunden, bis April stieg er auf mehr als 75 Kilowattstunden.

Wie sieht die Situation in Geldern aus? Erstaunlicherweise ist hier das Gegenteil der Fall. Die Stadtwerke Geldern melden, dass der Stromverbrauch insgesamt leicht zurückgegangen ist. Während es bei großen Gewerbebetrieben derzeit keine Veränderungen gibt, zeigt sich beim Stromverbrauch im Einzelhandel und bei kleinen Gewerbebetrieben ein Rückgang. In den privaten Haushalten hingegen sei ein Mehrverbrauch erkennbar. Insgesamt bewege sich der Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

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Zu beobachten sei zudem, dass sich der Tagesablauf der Menschen in der Corona-Zeit verändert hat. Der Stromverbrauch hat sich seit den Ausgangsbeschränkungen verlagert – und zwar in die Mittagsstunden. „Wo in vielen Haushalten bisher eher abends gekocht wurde, so ist davon auszugehen, dass dies nun in der Regel mittags erfolgt“, heißt es von den Stadtwerken Geldern. Der Wasserverbrauch hingegen habe sich kaum verändert, obwohl das bei einem häufigeren und gründlichen Händewaschen zu erwarten gewesen wäre.

Das Thema Müll dürfte vor allem all diejenigen beschäftigen, die sich als Corona-Infizierte in häuslicher Quarantäne befinden. Für die hat das Bundesumweltministerium empfohlen, die Mülltrennung aufzuheben. Abfälle wie Rest-, Bio-,
Plastikmüll und Altpapier sollen in einem stabilen, reißfesten Sack gesammelt und sicher verschlossen in die Restmülltonne geworfen werden. Dass in Geldern der Müll nach Gewicht berechnet wird, soll für die Betroffenen nicht zum Nachteil werden. Wer betroffen ist, soll sich mit der Stadtverwaltung Geldern in Verbindung setzen, Telefon 02831 398200 oder per E-Mail an [email protected] Wie die Firma Schönmackers mitteilt, habe es jedoch bisher keine signifikante Veränderung des Müllaufkommens in den Monaten Februar und März gegeben.