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Straelens Ehrenring: Hans-Josef Linßen, Josef Mailänder und Otto Weber.

Ehrung in Straelen : Straelen hat drei neue Ehrenringträger

In der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause sind Hans-Josef Linßen, Josef Mailänder und Otto Weber ausgezeichnet worden. Bürgermeister Bernd Kuse würdigte die Verdienste der drei Männer.

Für die letzte Ratssitzung vor der Sommerpause hatte Straelens Bürgermeister Bernd Kuse seine Amtskette angelegt. Denn es gab einen feierlichen Anlass: Der Ehrenring der Stadt Straelen wurde verliehen. Die Auszeichnung ging an Hans-Josef Linßen, Josef Mailänder und Otto Weber. In seiner Laudatio würdigte der Bürgermeister die drei Männer.

Hans-Josef Linßen Als Mitarbeiter der Stadtverwaltung, darunter viele Jahre in der Verwaltungsspitze als Stadtkämmerer, als Erster Beigeordneter und als Bürgermeister, hat er sich jahrzehntelange Verdienste um die Stadt an herausragender Stelle erworben. Ihm habe das Wohl seiner Heimatstadt immer am Herzen gelegen und habe innerhalb seiner politischen Arbeit im Rathaus an erster Stelle gestanden. „Unglaubliche 51 Jahre“, so Kuse, war Linßens Arbeitsplatz das Rathaus in Straelen. Er begann im Sommer 1969 die Ausbildung zum Verwaltungsangestellten. Es folgte der Aufstieg zum Stadtassistent, Stadthauptsekretär, Leiter des Hauptamtes und Leiter des Büros des Bürgermeisters. Im Jahr 2005 folgte die Bestellung zum Kämmerer und 2009 die Ernennung zum Ersten Beigeordneten sowie zum Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters. Im Mai 2014 wählten ihn die Straelener zum Bürgermeister. Dieses Amt übte er bis zur Pensionierung Ende Oktober 2020 aus. Außerhalb des Rathauses war Linßen im Roten Kreuz aktiv, baute das Jugend-Rotkreuz mit auf, das es heute in dieser Form nicht mehr gibt. Aktiv war er auch im zivilen Bevölkerungsschutz.

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Josef Mailänder Er gehörte fünf Wahlzeiten dem Straelener Stadtrat an. Sein ganzes Berufsleben lang war er Lehrer. Als junger Lehrer zog er aus dem Raum Bonn an den Niederrhein, unterrichtete viele Jahre an der St.-Anno-Hauptschule, die in der heutigen Sekundarschule aufgegangen ist. Kuse: „Sie übten diesen Beruf mit Herzblut aus und prägten den Charakter der Schule mit.“ Ehrenamtlich engagierte Mailänder sich viele Jahre politisch. Nach mehreren Wahlzeiten (1984 bis 1999) als Ratsmitglied in Straelen setzte er seine politische Arbeit im Kreistag Kleve fort (1999 bis 2020). Im Kreistag lagen Mailänders politische Schwerpunkte bei den Themen Schule und Kultur, Umwelt und Strukturplanung, Gesundheit und Soziales, Jugendhilfe, im Forum für Seniorinnen und Senioren, in der Euregio Rhein Maas Nord sowie im Naturpark Schwalm-Nette. Zwölf Jahre lang, von 1987 bis 1999, war er Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Straelen. Er war im Beirat der JVA Geldern (Pont) sowie im Aufsichtsrat der Kreis Klever Abfallwirtschafts GmbH. Am 31.Oktober 2020 schied er aus dem Kreistag aus. Privat fand der vierfache Vater und mehrfache Großvater noch Zeit für ein großes Engagement in der katholischen Kirchengemeinde in Straelen. Er singt seit Jahren im Kirchenchor, ist aktiv in der St.-Quirinus-Bruderschaft, wo er lange Jahre im Vorstand war.

Otto Weber Er verbrachte Kindheit und Jugend in Meiderich und begann bei der Stadt Duisburg seine Ausbildung. Sein Weg dort führte ihn bis zum Leitenden Städtischen Verwaltungsdirektor als Leiter des Organisations- und Personalamtes der Stadt Duisburg. Als „sehr gut für unsere Stadt“ bezeichnete Kuse es, dass Weber vor 44 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Regina nach Herongen zog und schon sehr bald

erste Aktivitäten in der neuen Heimat mit den Eltern von Kindergarten und Grundschule, die die Tochter besuchte, startete. 1980 trat Weber in die SPD ein und erreichte 1984 mit seiner ersten Kandidatur für den Straelener Rat das Direktmandat. 1985 wurde Weber SPD-Fraktionsvorsitzender. Sein Ratsmandat übte er bis 1994 und dann wieder von 2004 bis 2009 aus. 1994 kandidierte er für den Kreistag und die Wahl in die Landschaftsversammlung Rheinland und übernahm anschließend kommunalpolitische Aufgaben als Mitglied im Kreistag. Es folgten Mitglied­schaften in Stadtrat und Kreistag im Wechsel, zwei Wahlzeiten war er Mitglied in beiden Gremien. Nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der Straelener SPD im Jahr 2000, kandidierte er 2004 für die Kreis Klever SPD für das Amt des Landrates und wurde durch den Kreistag zum stellvertretenden Landrat gewählt. Mit seinem 70. Geburtstag gab Weber alle politischen

Ämter auf und wurde Ehrenvorsitzender der Straelener SPD. 2020 schließlich kehrte er als Vorsitzender der SPD-Fraktion in den Straelener Rat zurück. Neben der Politik spielte der Sport, genauer das Tischtennis, eine große Rolle in Webers Leben. Er gründete 1980 den TTC Straelen/Herongen, heute TTC Strae­len/Wachtendonk, und übernahm auch den Vorsitz. In mehr als 30 Jahren brachte er vielen Kindern als ausgebildeter Trainer das Tischtennisspielen bei und rief in Kooperation mit den Strae­lener Schulen eine Tischtennis-Arbeitsgemeinschaft ins Leben. 2012 beendete er seine aktive Laufbahn als Tischtennissportler und wurde Ehrenvorsitzender. Das ist er auch beim TTS Duisburg sowie Vorsitzender des Ehrenausschusses des Westdeutschen Verbandes. Außerhalb des Sports war Weber maßgeblich an der Initiative „Route der Jahresbäume“ beteiligt und ist als begeisterter Chronist oft Gast im Stadtarchiv. Seit 1965 ist er Mitglied und seit 51 Jahren Vorstandsmitglied des Meidericher Stenografenvereins. Für seine Verdienste erhielt Weber bereits viele Auszeichnungen, 2018 sogar das Verdienstkreuz am Bande.