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Straelener kämpfen in Arcen und Velden gegen Maas-Hochwasser

Aktion an der Maas : Straelen kämpft gegen Flut in der Maas

Aus der Blumenstadt machten sich rund 150 Männer und Frauen auf den Weg nach Arcen und Veldern, um den Nachbarn gegen das Hochwasser beizustehen.

Die Hilferufe kamen über die sozialen Medien – und sie wurden schnell erhört. Ob denn jemand Essen und Trinken für die Helfer besorgen könne, die in Arcen und Velden gegen das Hochwasser der Maas kämpfen. So berichtete Johannes Pieper am Montag über die Anfrage. Und für ihn und viele andere Straelener war es keine Frage, dass geholfen wird. Am Wochenende wurde eine groß angelegte Aktion gestartet, um die Freunde jenseits der Grenze zu unterstützen.

Alles in allem rund 150 Straelener machten sich am Freitag auf. „Teilweise kamen sogar welche früher aus dem Urlaub zurück“, sagte am Montag Hildegard Jacobs vom Bauerncafé, die für Kaffee sorgte. Grünkohl und Mettwurst kamen von Norbert Schreurs vom „Paradies“ in Auwel-Holt, Schraetz stiftete Currywurst, Bäcker Holtmanns Brötchen, Geldermann Wasser. Abends sorgte Pieper gemeinsam mit der GKG „Narrenschiff“ für Knackwürstchen und Brötchen. Auch die Bruderschaften, die Fußballer, die Feuerwehr und viele Privatleute kamen zum Parkplatz am Pflanzenzentrum Velden, um ihre Hilfe anzubieten.

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Die Straelener befüllten auch Sandsäcke. Einige schaufelten, andere hielten die Säcke auf, die gefüllt auf Paletten gestapelt wurden, um am Fluss gegen das Wasser ein Bollwerk zu errichten. Gärtner und andere Unternehmer rückten mit Lkw und Traktoren an und liehen einige Mitarbeiter zum Befüllen der Sandsäcke aus. Einige Straelener waren bis zum frühen Samstagmorgen im Einsatz. Das habe eine ungeheure Eigendynamik entwickelt, beschreibt es Johannes Pieper. Hildegard Jacobs sprach von einem „Gänsehaut-Gefühl“.