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Straelen: Straelen wirbt für die grüne Stadt

Straelen : Straelen wirbt für die grüne Stadt

Die erste Green City Tour startet am 16. September mit sieben Betrieben. Versuchszentrum Gartenbau wird 100.

Wie wichtig der Gartenbau in und um Straelen ist, wird jeden Tag augenfällig. Ausgedehnte Felder und immer noch größer werdende Gewächshausflächen stehen für die Bedeutung der "grünen Branche" in der Blumen- und Gemüsestadt. Mitte September wird darauf noch ein Extra-Akzent gelegt mit der ersten Green City Tour. Das Stadtmarketing Straelen und sieben Betriebe wollen die Leistungen der Gärtner noch näher bringen.

Einer der Betriebe ist das Versuchszentrum Gartenbau an der Hans-Tenhaeff-Straße 40-42 in der Straelener Innenstadt. Es besteht seit 100 Jahren, was mit einem Festakt am Freitag, 14. September, entsprechend gewürdigt werden soll. Dieses Jubiläum wird genutzt, um mit anderen Betrieben das wirtschaftliche Standbein Gartenbau zwei Tage später, am Sonntag, 16. September, mit der Green City Tour zu präsentieren.

Als Vorbild dieser Veranstaltung, deren Schirmherr Bürgermeister Hans-Josef Linßen ist, dient nach Angaben von Wirtschaftsförderer Uwe Bons die niederländische Tour "Kom in de kas" (Komm ins Gewächshaus). Die ziehe jedes Jahr Anfang April Scharen von Besuchern in die dortigen Gartenbaubetriebe.

Auf ähnliche Resonanz hoffen die Veranstalter auch für den 16. September. Ab 10 Uhr kann man sich dann auf eine rund 20 Kilometer lange Radtour zu den teilnehmenden Betrieben begeben. Neben dem Versuchszentrum Gartenbau sind Rosen Wans, Gerbera van Megen, Futura Flower, Bosch-Plants, BT Gemüse sowie Paul, Marcel und Jolanda van den Broek mit dabei.

Andrew Gallik, Leiter des Jubilars Gartenbau-Versuchszentrum, versicherte, nicht nur zurückblicken zu wollen. "Wir schauen auch auf die momentane Lage des Gartenbaus, es geht um Themen wie Bienensterben und Pflanzenschutz." Beim Tag der offenen Tür wolle man Tradition und Zukunft verbinden. Laut Bons ist eine Intention dieses Tages, die "Arbeitgebermarke zu entwickeln".

Wie kommt der Gartenbau an Nachwuchskräfte? Das sei eine der Fragen. Des Weiteren geht es um Technik. Die sei hochspannend. Wie läuft der Tomatenbau? Das ist laut Gallik eine weitere mögliche Frage. "Die Besucher sollen sehen, was hinter dem Produkt steckt", verspricht Thomas van Megen. "Wir wollen zeigen, was hinter den Scheiben passiert", ergänzt Michael Bosch. Mehr Kontakt zu Gartenbau und Landwirtschaft sowie eine Image-Verbesserung des Berufsstandes nannten andere Beteiligte bei der Vorstellung des Programms als weitere Ziele.

Die Green City Tour soll keine Eintagsfliege bleiben. "Wir wollen das Format gerne fortsetzen", betonte Wirtschaftsförderer Bons. Gut möglich, dass die Tour in andere Angebote eingebaut wird, die Besuchern von auswärts die Straelener Kernbranche schon seit Jahren näher bringen. "Green City hat Potenzial", darüber sind sich alle Beteiligten einig.

(RP)