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Straelen: "Straelen live" mit starken Kontrasten

Straelen : "Straelen live" mit starken Kontrasten

20 Bands mit einem breiten musikalischen Spektrum bei der 13. Auflage der langem Musiknacht. Elf Gaststätten wurden zu Konzertsälen. Einweihung für die Just-Bühne mit zwei Teenagern und zwei Gruppen.

Zum 13. Mal fand das Kneipen-Musikfestival "Straelen live" des Verkehrsvereins statt. Die neun Locations in der Innenstadt wurden am Samstagabend durch das Landgasthaus "Zum Paradies" und die Gaststätte "Zur Tränke" ergänzt. 20 Bands sorgten nicht nur für gute Stimmung, sondern zeigten auch ein sehr breites Spektrum von Musik.

Neu dabei in diesem Jahr war das Just (Jugendzentrum Straelen). Seit der Eröffnung handelte es sich um das erste große Konzert und somit um eine Art Einweihung der großen Just-Bühne. Der Leiter der städtischen Jugendarbeit, Dirk "Ele" Sieben, brachte nicht nur zwei tolle Bands an den Start, sondern dachte auch an die Zukunft. Quasi als Vorband hatten Leander Rosche (16 Jahre) und Kristina Miller (17 Jahre) die Gelegenheit, zwei Songs vor großem Publikum zu singen. Sie ernteten viel Applaus für ihre Leistung. Im Anschluss stand Sieben selbst mit seiner Band "Tight Max" auf der Bühne. Etwas nervös waren die vier Jungs vor ihrem Auftritt, wie Sieben erklärte: "In der Formation haben wir seit 20 Jahren nicht mehr gespielt." Und der Kontrast zu den sanften Tönen der beiden Nachwuchs-Musiker mit "Alles brennt" von Johannes Oerding konnte mit "Coming Home" von den Scorpions kaum größer sein. Die Stimmung war schon zu früher Stunde gut: "Dass Ihr alle hier seid, das ist so wunderschön, das ist fast wie "Just like livin' in paradise". Nach einer Stunde enterten T-Bone die Just- Bühne ebenfalls mit härteren Tönen.

Wer nun Lust auf etwas Ruhigeres oder gar Disco-Fox-Taugliches hatte, machte sich auf den Weg Richtung Markt. Dort angekommen, musste man einfach den Ohren folgen, um die für sich perfekte Location auszumachen. "Zum Goldenen Herzen" "Pfanne", Markt 3 und "Franzuesenhoek" luden zum Verweilen ein.

Auf der Venloer Straße bediente das Feinkostgeschäft "Straelemann" eine andere Klientel. Gabriele Schürenberg setzte auf französische Chansons und den Bossa Nova. Inhaber Bernd Heußen verdeutlichte: "Wir wollten etwas Anderes anbieten, etwas Ruhigeres, Jazzigeres. Die Leute sollen gemütlich sitzen, Wein trinken. Eben kein Kneipen-Feeling. Darum geht´s uns." Interessenten für diese Art Musik gab es genug. Geplant ist, auch in Zukunft beim "Straelen live dabei zu sein. Gegenüber im "K5" ging es wieder rockiger zu. Dort lockten "5 at 5" mit Mitsing-Klassikern wie "When You're Gone" und "Time to wonder", ehe Woutsche and his Noise-Makers die Gäste auf seine Einmann-Musik-Reise mitnahm. Sprachwitz, Elektro-Beats, Soundeffekte und viel Improvisation zeigten eine weitere Musik-Facette. Ebenfalls dabei waren "Zoo" und "Vendelse Port".

(ym)