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Straelen: Freie Wähler fordern mehr Bürgerbeteiligung beim Planen.

Kommunalpolitik in Straelen : Freie Wähler kritisieren: Planung in Vogelsiedlung ohne die Bürger

Die Gruppe im Straelener Stadtrat hat Klärungsbedarf beim Kindergarten im Eickelsfeld. Die Anwohner sollten von Anfang an einbezogen werden.

Die Freien Wähler freuen sich über steigende Geburtenzahlen in Straelen. Deshalb unterstützen sie auch den Neubau eines Kindergartens mit drei Gruppen am Ende der Vogelsiedlung und eines weiteren Kindergartens mit vier Gruppen am Neubaugebiet „Gemüseversteigerung“. Allerdings gibt es aus ihrer Sicht bei den nun in Gang gesetzten Planungen einiges zu klären.

Etwa der Weg zum Kindergarten im Eickelsfeld. Dieser müsse nicht über den Alten Venloer Weg führen, wo Ende August eine Verkehrszählung geplant ist, sondern könnte auch hinter der Vogelsiedlung entlang des neu zu errichtenden Baubereichs verlaufen. Verkehrstechnisch dürften einige Fehler der letzten Jahre bei dieser Planung nicht wiederholt werden. Auch sind die Freien Wähler überrascht, dass in den aktuellen Skizzen schon mehrere Wohngebäude eingezeichnet sind. „Da stellen wir uns doch die Frage, ob und mit wem hat die Stadt schon Gespräche geführt, oder gibt es gar einen Investor, der der Politik nicht bekannt ist“, so der Fraktionsvorsitzende Michael Traurig. „Hier sollte die Politik zu Beginn der Planung nach ihren Zielen gefragt werden und nicht, nachdem die ersten Planungen gelaufen sind.“ Noch in den Sommerferien wollen die Freien Wähler in einem Gespräch mit dem Straelener Baudezernat diese und weitere Fragen erörtern, um dann mit den betroffenen Anwohnern am Alten Venloer Weg das Thema weiter zu besprechen.

Die Art und Weise der Kommunikation beziehungsweise der Nicht-Kommunikation kritisieren die Freien Wähler immer wieder. Es müsse doch möglich sein, dass der Politik und den Bürgern von Anfang an alle Informationen offen auf den Tisch gelegt werden. Dieses Verfahren führe dazu, dass die Bürger mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein gelassen werden und es keine Gerüchte oder Mutmaßungen über solche Planung gibt. Der sachkundige Bürger im Bauausschuss, Christian Gier, bemängelt das Nicht-Einbeziehen der Anwohner: „Es wird der Eindruck erweckt, als würde man übereilt planen, anstatt gemeinsam und konstruktiv mit den Bürgern, insbesondere mit den Anwohnern der Vogelsiedlung, die Zukunft zu gestalten.”

In der Vogelsiedlung sei auch noch genügend Platz für das Baugebiet in der Hand der Stadt. Sie habe es somit in der Hand, eine nachhaltige und klimagerechte Bauplanung in Gang zu setzen und diese Grundstücke an Investoren zu verkaufen, die bereit sind, günstige Mietwohnungen zu erstellen, oder diese Grundstücke zu einem erschwinglichen Preis an junge Familien zu veräußern, damit diese sich den Traum vom Eigenheim verwirklichen können.