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Gelderland: Straelen beginnt Kampf gegen Buchsbaumzünsler

Gelderland : Straelen beginnt Kampf gegen Buchsbaumzünsler

Einige Grünflächen sind mit einem biologischen Stoff behandelt worden. In anderen Kommunen noch keine Aktionen.

Auf verschiedenen Straelener Grünflächen wurden jetzt Schilder aufgestellt, die darauf hinweisen, dass die Flächen gegen den Buchsbaumzünsler gespritzt wurden. Die Raupe sorgt zuerst nur für geringe Fraßschäden an den Buchspflanzen. In der zweiten Generation sind die Schäden schon viel massiver. Innerhalb eines Sommers kann es bis zu vier Generationen der Raupe geben. Gerade deshalb ist es laut Stadt wichtig, gegen den Buchsbaumzünsler vorzugehen.

Das tat jetzt der Straelener Baubetriebshof. Die befallenen Buchsbäume wurden mit dem Stoff Neem Azal - TS bespritzt. Dieses biologische Insektizid wird aus den Kernen des tropischen Niem-Baumes gewonnen. Im biologischen Pflanzenschutz hat sich der Stoff etabliert. Er wird besonders bei der Bekämpfung des Kartoffelkäfers eingesetzt. Die ganze Maßnahme wurde in Absprache mit der Landwirtschaftskammer durchgeführt.

Behandelt wurden Flächen vor dem Rathaus und dem Abwasserbetrieb, beim Kreisverkehr an der Walbecker Straße und auf dem Parkplatz der Sparkasse in Straelen. Weitere Flächen wurden und werden nach Bedarf gespritzt. "Wir haben aber auch Buchsbäume entfernt und neu gepflanzt", so der Leiter vom Baubetriebshof, Michael Smits. Ob der Wirkstoff, dabei helfen wird, die Raupe zu vertreiben, kann noch nicht eingeschätzt werden. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, wie effektiv die Maßnahme war.

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Der Straelener Friedhof sei noch nicht betroffen von den Fressattacken des Buchsbaumzünslers, sagte Karl Theunissen vom Friedhofsamt. Deshalb wurden von Wilhelm van de Stay, der sich um die Pflege des Friedhofes kümmert, noch keine Spritzmaßnahmen eingeleitet.

Der Kevelaerer Stadtgärtner Johannes Baaken warnte schon vor Wochen vor dem Ungeziefer: "Die feucht-warme Witterung begünstigt die Verbreitung des Buchsbaumzünslers leider. Wenn die einmal in Massen auftreten, wird es schwierig."

Die Stadt Geldern befindet sich im ständigen Austausch mit ihrem Stadtgärtner. Der konnte keine großen Befallschäden feststellen, so dass noch keine Aktionen vom Baubetriebshof gegen die Raupe vorgenommen wurden.

Auch die Gemeinde Issum hat noch nichts gegen den Zünsler unternommen. Sie stuft den Befall allerdings auch nicht als gravierend ein.

Die Gemeinde Wachtendonk sah sich ebenfalls noch nicht dazu gezwungen, gegen den Buchsbaumzünsler zu spritzen. Dies liege auch daran, dass die Gemeinde nicht so viel Buchsbäume gepflanzt hat, so Franz-Josef Delbeck vom Betriebshof in Wachtendonk.

Auch in Weeze wurde auf den öffentlichen Flächen nicht gespritzt. Peter Smits vom Baubetriebshof berichtet: "Wir haben noch nicht solche Schadensfälle." Allerdings wurde auf dem Weezer Friedhof gespritzt, teilt der Bestatter Opgenhoff mit.

(flm)