Straelen: An der Nettesheimstraße gab es ein Spielplatzfest

Nettesheimstraße : Inklusiver Spielplatz eröffnet in Straelen

Eine Begegnungsstätte für alle Generationen wollen die Mitglieder der Bürgerinitiative auf dem Spielplatz an der Nettesheimstraße schaffen. Nun sind die ersten Spielgeräte dafür aufgebaut und eingeweiht worden.

Noch steht auf dem neuen alten Spielplatz in der Nettesheimstraße nicht viel, lediglich eine Schaukel, ein „Matschtisch“ und eine Boulebahn sind schon eingezogen. Für den Verein „Spielplatz Nettesheimstraße“ war dies vergangenen Samstag trotzdem ein Grund zu feiern. Denn damit wurde der erste Schritt zur Erhaltung der Fläche erreicht.

Ursprünglich sollte der Spielplatz nämlich schon vergangenes Jahr abgerissen und für immer geschlossen werden.  Nach einem kurzen Kontakt mit der Stadt Straelen wurde den Anwohnern klar, dass es ein richtiges Konzept benötigt, um die Spielfläche am Leben zu erhalten. Die daraufhin gegründete Bürgerinitiative unter dem Vorsitz von Cornelia Janßen und Yvonne Wiede beschreibt das Konzept wie folgt: „Wir wollten einen inklusiven Spielplatz, auf dem Kinder nicht getrennt, sondern miteinander spielen können. Zugleich sollte er aber auch eine Begegnungsstätte für alle Generationen werden, da die Nachbarschaft immer älter wird.“ So entstand auch das Motto für den neuen Spielplatz: „Miteinander leben, voneinander lernen“.

Um das Projekt verwirklichen zu können, wandte sich die Initiative an die Volksbank und ihre Aktion „Niersfunding“, angelehnt an die Schwarmfinanzierung, auch „Crowdfunding“ genannt. Hier konnten sich Interessierte über die verschiedenen Projekte im Internet informieren  und einen kleinen oder großen Betrag spenden. Ab einer Spende von fünf Euro gab es außerdem noch einen Zuschuss von der Volksbank. Nach der Anschaffung der Geräte durch den Erlös des „Niersfunding“ übernimmt die Stadt Straelen nun wieder die Verantwortung für Pflege und Haftung der neuen Attraktionen.

Die kleine Einweihungsfeier mit Snacks und Saft war auch eine Möglichkeit für die Initiatoren, neue Interessenten auf das Projekt aufmerksam zu machen und den bisherigen Sponsoren „ein Dankeschön zurück zu geben“, sagte Yvonne Wiede.

Auch wenn mit der Eltern-Kind-Schaukel und der Boulebahn ein erster Schritt realisiert ist, gibt es bereits neue Ziele. Bis Herbst möchte die Gruppe, die mittlerweile ein eingetragener Verein ist, laut Cornelia Janßen „weiterhin gut durchstarten“. Es sollen ein barrierefreies Spielschiff gebaut, Sinnes- und Spieltafeln installiert und Spieltische und -bereiche für Mühle oder Wikingerschach aufgestellt werden.

Mehr von RP ONLINE