Steuerberatungsgesellschaft Müller-Hufschmidt aus Straelen auf Kilimandscharo

Steuerkanzlei aus Straelen : Betriebsausflug auf den Kilimandscharo

Eine Woche Abenteuer liegen hinter 16 Mitarbeitern der Straelener Steuerberatungskanzlei Müller-Hufschmidt und dem Gelderner Physiotherapeuten Marco van Hees. Gemeinsam ging es auf Afrikas höchstes Bergmassiv, auf 5895 Meter.

Die Erleichterung ist ihm deutlich anzuhören. „Die Zivilisation hat uns wieder“, sagt Nicolai Müller. Für eine Woche tauschten 16 Mitarbeiter der Straelener Steuerberatungskanzlei Müller-Hufschmidt den bequemen Bürosessel gegen Zelt und Wanderschuhe und machten sich auf den Weg zu Afrikas höchstem Berg, dem Kilimandscharo.

Die Idee hatte Nicolai Müller, einer der Partner des Straelener Unternehmens. Inspiriert hatte ihn der Film „Die stille Revolution“. Darin stellt Bodo Janssen eine andere Welt der Unternehmensführung vor und macht sich auch selber auf den Weg zum Berg in Tansania, begleitet vom erfahrenen Bergführer Hubert Schwarz.

Der war auch bei den Straelenern dabei, genauso wie der Gelderner Physiotherapeut Marco van Hees. „Er war wirklich eine sehr große Hilfe“, sagt Müller. Denn der Aufstieg war nicht ohne. Ein Jahr lang bereitete sich die Gruppe der Steuerberatungskanzlei darauf vor. Im August gab es einen Testlauf mit dem Aufstieg auf Deutschlands höchsten Berg, die Zugspitze mit 2962 Höhenmetern. Am Montag vor einer Woche war es endlich soweit. Die Straelener brachen im Regenwald Tansanias auf zu ihrer großen Tour zum Kilimandscharo. Die Rucksäcke waren gepackt, die Schuhe geschnürt. Der Regenwald machte seinem Namen alle Ehre. „Es war ein recht nasser Start“, sagt Müller. Mit klammen Sachen wurde die erste Nacht verbracht. Gestartet wurde bei 28 Grad im Dschungel, auf dem Gipfel ein paar Tage später waren es Minusgrade. Die „Gipfelnacht“ war der Donnerstag. Vorher durchwanderten die Straelener eine Moorlandschaft und eine alpine Wüste.

Die ganze Gruppe ließ sich für das Erinnerungsfoto vor dem schneebedeckten Kilimandscharo ablichten. Foto: Dr. Müller-Hufschmidt

Zwölf Uhr in der Nacht wurde der sehr steile finale Aufstieg begangen. „Der Wind war extrem kalt“, erinnert sich Müller. Um 6.45 Uhr seien die ersten oben angekommen, um 8.30 Uhr auch der Rest der Gruppe. Obwohl, nicht ganz. Einer musste wegen eines lädierten Fußes verzichten, zwei wurden bei 5000 Metern höhenkrank. Wie sich das anfühlt, wenn der Kopf weiter will, aber der Körper ein Eigenleben führt, erlebte Nicolai Müller auf dem Gipfel, dem Uru Peak. Dankbar ist er, dass jeder für das letzte Stück einen persönlichen Guide dabei hatte. Außerdem begleiteten zwei Ärzte die Gruppe. „Das gibt Sicherheit und auch eine gute körperliche und mentale Unterstützung“, sagt Müller. Er sei froh, dass alle heil hoch und wieder runter gekommen sind.

Obwohl, kaum Höhenluft geschnuppert und den gigantischen Ausblick genossen, mussten alle ja auch wieder den Rückweg antreten über eine Schnee-Landschaft und ein Schotterfeld. „Das ging schon in die Beine“, erinnert sich Müller. Unten angekommen, freuten sich alle auf eine heiße Dusche, denn sieben Tage mussten sie auf so ziemlich jeden Komfort verzichten, auch auf Handy-Empfang. „Obwohl, das war auch mal ganz erholsam“, sagt Müller lachend. Er ist schwer beeindruckt vom Willen der Gruppe. „Es war schon heftig.“ Gezweifelt an der Aktion hat er aber nie. Von den insgesamt 60 Mitarbeitern der Steuerberatungskanzlei nahmen 16 an dem Projekt teil. Klar war von Anfang an, dass es am Ende nicht die in der Firma geben wird, die mitgegangen sind, und die anderen, betont Müller. Es gebe unterschiedliche Gründe nicht mitzugehen, zum Beispiel familiäre. Außerdem wäre Nicolai Müller nicht Nicolai Müller, wenn es nicht schon wieder in seinem Kopf arbeiten würde. Ein Mountainbike-Rennen durch Namibia, ein Segeltörn? Da geht noch einiges.

(bimo)