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Stefan Deckers aus Geldern verstärkt den Culturkreis Gelderland.

Verstärkung für den Culturkreis : Für mehr Blues im Gelderland

Musik spielt eine entscheidende Rolle im Leben von Stefan Deckers. Jetzt will der Gelderner im Culturkreis mithelfen – für die Zukunft der Live-Musik in seiner Stadt.

Ein Blick ins Wohnzimmer verrät: Musik spielt bei dem Mann eine wichtige Rolle. Ein knallbuntes Bild der Beatles hängt an der Wand, daneben Bob Marley als Schwarz-Weiß-Porträt, dazwischen gerahmte LP-Hüllen von Jethro Tull, den Dire Straits, Mother’s Finest und Cat Stevens. Was man als jetzt 52-Jähriger in seiner Jugend eben so gehört hat. „Musik ist immer mein Hobby gewesen“, sagt Stefan Deckers. Im Culturkreis Gelderland will der gebürtige Walbecker jetzt mithelfen, dass die Live-Musik in Geldern eine Zukunft hat.

Durch ein RP-Interview mit Willi Teloo Ende März wurde Deckers auf den personellen Engpass des Vereins aufmerksam. Viel zu tun gab und gibt es im 20. Jahr des Culturkreises, und Teloo (67) wollte die Arbeit gerne auf mehrere Schultern verteilen. „Das Interview sprach mich direkt an“, berichtet Deckers, der bei der Wachtendonker Gemeindeverwaltung arbeitet und dessen zweites Freizeitvergnügen neben Musik Fahrten auf seiner Harley Davidson sind. Ein Treffen mit Teloo in einer Eisdiele verlief gut und führte zum Entschluss von Deckers, im Culturkreis mit anzupacken. Der Walbecker, den im Spargeldorf alle nur „Barry“ rufen, weiß, wie viel Arbeit hinter der Organisation und Durchführung von Konzerten steckt. So war er zum Team des Hallabalooza-Festivals im Waldfreibad Walbeck.

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Zwei Gitarren, eine akustische und eine elektrische, gehören zur Wohnzimmereinrichtung des Verwaltungsfachwirts. „Ich bin aber blutiger Anfänger“, sagt Deckers. Ein paar Riffs von Metallica und Nirvana hat er sich selbst beigebracht. Ansonsten sei er eher Musik-Konsument. „Als ich zum ersten Mal ,Kiss’ hörte, war ich völlig fasziniert“, erinnert er sich an sein musikalisches Erweckungserlebnis als Zwölfjähriger. Poster und Starschnitte der grell geschminkten US-Rockband zierten sein Jugendzimmer. Seitdem hört er „alles, was mit Rock zu tun hat“.

Teloo lernte er kennen, als der vor ein paar Jahren eine Fahrt zu einem Konzert mit „Golden Earring“ in den Niederlanden organisierte. Blues-Konzerte des Culturkreises hat er auch schon besucht. Sowohl im „Muddy Waters Saal“ in der „Niersbrücke“ als auch jetzt im „Gasoline Blues Club“ im Freizeitcenter Janssen. Dass Musikfreunde aus dem Ruhrgebiet, aus dem Großraum Düsseldorf und aus den Niederlanden angereist kommen, spreche für Qualität. Und auch deshalb ist es für Deckers wichtig, dass die Live-Szene am Leben bleibt.

Ohne Ehrenamtler geht es hier wie anderswo nicht. „Die sind der Kitt der Gesellschaft“, meint Deckers. Er selbst hat die zweite Damenfußballmannschaft des SV Walbeck trainiert und war lange im Vorstand der Walbecker Jungschützen. „Ich packe gerne mit an“, sagt der 52-Jährige. Beim Bühnenbau etwa. Und für das im Oktober geplante Konzert mit Thorbjörn Risager will er auch ordnungsrechtlich am Ball bleiben.

„Ich bin sehr gespannt, was es gibt“, sagt Deckers mit Blick nicht nur auf das Konzert-Wochenende, für das ihm Teloo geraten hat, sich besser nichts anderes vorzunehmen. Mit neuen Ideen will sich der neue Mann im Culturkreis erst mal zurückhalten. Doch später kann er sich Band-Vorschläge vorstellen. Und er hofft, ebenso wie Teloo, auf weitere Helfer für den Culturkreis Gelderland. Teloo: „Um für die Zukunft gerüstet zu sein, brauchen wir noch weitere Mitstreiter im jugendlichen Alter zwischen 40 und 45 Jahren.“ Die können sich bei Teloo melden per Mail an [email protected]