Musik in Geldern: Stagediving in der LMG-Aula

Musik in Geldern : Stagediving in der LMG-Aula

Beim Konzert „Pop meets Classic“ sorgten die bekannte Coverband Roxxbusters, die Sopranistin Kerstin Bauer, Tenor Thomas Kiessling und die Solisten Hagen Grohe und Marco Lehnertz für ein Crossover der Musikrichtungen.

Vielleicht war es das erste Mal, dass in der altehrwürdigen Aula des Lise-Meitner-Gymnasiums eine Form von „Stagediving“ zum Einsatz kam. Beim Konzert „Pop meets Classic“ am Samstag, 9. Februar, waren zwar nicht alle Plätze besetzt, der Stimmung schadete das aber nicht im Geringsten. Extrem lautstark trafen Pop, Rock und Klassik, präsentiert von Frank Rohles, aufeinander und sorgten für viele Gänsehaut-Momente. Mit vollem Einsatz dabei: die bekannte Coverband Roxxbusters, die Sopranistin Kerstin Bauer, Tenor Thomas Kiessling und die Solisten Hagen Grohe und Marco Lehnertz.

Los ging es mit „Clocks“ von Coldplay, dem Kult-Hit „Sledgehammer“ und „Breakfast in America“ von Supertramp. Rohles versprach: „Heute Abend sind viele verschiedene Stilistiken dabei von Rock und Pop über Musical bis Klassik. Jetzt wollen wir sie in eine neue Welt entführen mit der Sopranistin Kerstin Bauer.“ Mit „La Wally“ und dem bekannten Duett „Libiamo“ gemeinsam mit Kiessling ließ sie zum ersten Mal an diesem Abend die Herzen der Klassik-Fraktion höherschlagen, ehe mit „Live and let die“ „Orchester und Sänger wieder richtig verbunden wurden“.

So abwechslungsreich ging es gute drei Stunden weiter. Bekannte Rocksongs wie „Kids in America“ oder „I don’t wanna miss a thing“ von Aerosmith wurden unterbrochen vom „Phantom der Oper“ oder „Amazing Grace“. Marko Lehnertz brachte sein Publikum mit Hilfe von „Das kann uns keiner nehmen“ von Revolverheld und „Tage wie dieser“ von den „Toten Hosen“ zum Mitgrölen und ließ sich schließlich auf Händen zur Theke tragen, um sich mit einem Bier für den Rest des Konzertes zu stärken.

Immer wieder auf der Playlist: Songs von Queen wie „We will rock you“ oder „The show must go.“ Bei vielen Songs wurde der direkte Bezug zwischen Pop und Klassik hergestellt. Nicht fehlen durfte daher „Barcelona“ von Freddie Mercury und Montserrat Caballé; „Satisfaction“ wurde mit „Queen oft the night“ kombiniert. Rohles wandte sich immer wieder an sein Publikum und versicherte sich: „Habt Ihr Spaß soweit? So ein Crossover ist ja nicht jedermanns Sache. Aber wir versuchen es so zu verpacken, dass für jeden etwas dabei ist.“

Und so fand sicher jeder der Songs im Konzert seine begeisterten Anhänger. Das Ende bildete erneut ein Crossover „Roll over Beethoven“: „Da schließt sich der Kreis. Ihr braucht aber noch nicht zu gehen. Wir spielen noch eine Viertelstunde Zugaben“. Ein Angebot, das sowohl von den Klassik-Liebhabern, den Musical-Fans und den Rock- und Pop-Anhängern gleichermaßen gefeiert wurde.