Geldern: Stadtwerke klagen nicht mehr gegen Windräder

Geldern: Stadtwerke klagen nicht mehr gegen Windräder

Die Gelderner Stadtwerke geben ihre Klage gegen den Bau der vier Windräder im Vorster Feld zwischen Hartefeld und Sevelen auf. Ihre Gutachter sähen aber nach wie vor ein "Restrisiko" für die Trinkwasserqualität, teilen die Stadtwerke mit. Deshalb werde man die "Vorfeldüberwachung" im Wasserschutzgebiet vorsorglich ausweiten. "Dies betrifft unter anderem die Grundwassermessstellen im Umfeld des Wasserwerks, das die Trinkwasserversorgung für unsere Stadt sichert."

Die Stadtwerke hatten Beschwerde gegen die Errichtung des Windparks eingereicht, den die Genossenschaft "Bürgerenergie Issum" baut und betreiben will, weil die Anlagen im äußeren Bereich des Wasserschutzgebietes stehen. Im Oktober scheiterten die Stadtwerke vor Gericht mit ihrem Widerspruch gegen die erteilte Erlaubnis zum sofortigen Bau der Windräder. "Nachdem das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster den Stadtwerken in wesentlichen Punkten nicht gefolgt ist, werden die Stadtwerke das noch anhängige Klageverfahren in der Hauptsache beenden", fassten die Stadtwerke zusammen. Das Gericht war der Ansicht, dass im vorliegenden Fall eine Grundwasserbeeinträchtigung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen sei.

(RP)