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Geldern: "Solegarten St. Jakob" setzte sich durch

Geldern : "Solegarten St. Jakob" setzte sich durch

kristin aenstoots und zoe krappen

KEVELAER Die Bagger sind bereits eifrig im Einsatz. Auf der Hüls entsteht der Solegarten St. Jakob. Jetzt wurden die beiden ausgezeichnet, die die Namensidee für das Projekt hatten: Josef Pauls und Bernd Rolf. Sie sind die Gewinner des Namenswettbewerbs, den die Stadt ausgeschrieben hatte. Der neue Name "Solegarten St. Jakob" ist eine Symbiose aus den Vorschlägen "Solegarten" (Pauls) und "St. Jakob Park" (Rolf). Der Wettbewerb startete im September, aus der Kevelaerer Bevölkerung gingen mehr als 80 Namensvorschläge ein. Eine Vielzahl dieser Ideen stammte von Pauls. Sprachlich eingängig, authentisch und attraktiv für Touristen sollte der Name sein. Nach diesen Kriterien beurteilte die fünfköpfige Jury, bestehend aus Bürgermeister Dominik Pichler, Wallfahrtsrektor Gregor Kauling, Martina Baumgärtner (Geschäftsführerin Niederrhein Tourismus), Jan Kobernuß (ift-Freizeit- und Tourismusberatung GmbH) und Sandra Kimm-Hamacher (Projektmanagerin Kevelaer) die zahlreichen Eingänge. Ihre Vorschläge erläuterten die Gewinner jetzt im Rathaus Kevelaer. Rolf verweist mit seinem Namensvorschlag auf die spirituellen Aspekte Kevelaers und des Jakobsweges und hebt Kevelaer als Wallfahrtsstadt hervor. Diese Merkmale werden mit dem in Form einer Jakobsmuschel gebauten Gradierwerk auch architektonisch aufgegriffen. Pauls legt mit dem Begriff "Solegarten" einen anderen Schwerpunkt. So stellt er den Garten als eine Oase der Ruhe und Erholung in den Vordergrund. "Konstruierte, verschraubte Wortschöpfungen, passen außerdem nicht zum Niederrhein, zum Niederrheiner, zum Kevelaerer Menschenschlag", meint Pauls. Auch das Leitthema "Gesund an Leib und Seele" wird aufgegriffen. Sole ist das Element für Gesundheit am Leib, während St. Jakob als Schutzheiliger für die Pilgerschaft steht. Beide Gewinner wanderten bereits Teile des Jakobsweges. Bürgermeister Dominik Pichler wies bei der Preisübergabe darauf hin, dass auch er einen Vorschlag eingereicht hatte. Sein "Hülspark" schaffte es nicht einmal in die engere Auswahl, wie er mit einem Schmunzeln verriet. Dass nun ausgerechnet sein ehemaliger Philosophielehrer unter den Gewinnern ist, freut ihn besonders. Mit der Pfarrgemeinde St. Marien ist die Stadt im Gespräch über eine Umlegung des Jakobsweges. Dieser soll in Zukunft an dem Park vorbeiführen, für welchen er Namensgeber ist. Den beiden erfreuten Gewinnern überreichten der Bürgermeister und Sandra Kimm-Hamacher je einen Gutschein für eine Heißluftballon-Fahrt mit dem "Aufsteiger". Des Weiteren sind die beiden als Ehrengäste zu den Eröffnungsfeierlichkeiten des Parks, die voraussichtlich Ende 2019 stattfinden werden, eingeladen.

(RP)