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Lise-Meitner- und Friedrich-Spee-Gymnasium: Schüler gestalten im Olympiastützpunkt in Winterberg globale Politik

Lise-Meitner- und Friedrich-Spee-Gymnasium : Schüler gestalten im Olympiastützpunkt in Winterberg globale Politik

Im sozialwissenschaftlichen Unterricht konnten Schüler der Oberstufe des Lise-Meitner- und des Friedrich-Spee-Gymnasiums aktuelle politische Probleme im Planspiel Politik und Internationale Sicherheit (POL&IS) simulieren.

Dazu fuhren sie nach Winterberg und quartierten sich für drei Tage in den Olympiastützpunkt der Bundeswehr ein.

Hinter POL&IS steckt ein Modell, das die Vereinten Nationen (VN) und internationale Beziehungen abbildet. Die Startposition ist die Realität mit ihren aktuellen Machtverhältnissen und Problemen. Die Spielenden nehmen die Rolle politischer Entscheidungsträger unterschiedlicher Nationalitäten oder Weltregionen ein, welche die Interessen der eigenen Nation schützen und international durchsetzen wollen, ohne dabei gegen die Charta der VN zu verstoßen. Gleichzeitig sollen sie als internationale Gemeinschaft drängende Probleme wie die Reduzierung des Mülls, Hungersnöte, Terrorismus und die atomare Abrüstung angehen.

Unter Anleitung der Jugendoffiziere Hauptmann Markus Erxleben und Hauptmann Sebastian Linke nahmen die Schüler die Rollen von Staats- und Wirtschaftsministern, Regierungschefs, Weltpresse, Weltbank und Nichtregierungsorganisationen ein.

Einen unermüdlichen Kampf führten Svea Beerden, Anamaria Adam, Janna Peters und Francis Schmitz gegen die Abholzung des Regenwaldes und die Diskriminierung von Frauen in Indien und Arabien. Die Weltbank als „Haus des Geldes“ begleitete jeden politischen und wirtschaftlichen Umbau, indem sie Kredite vergab. So hatten dessen Vertreter Shoaib Ayobi und Marvin Bruckmann maßgeblichen Anteil an der umweltfreundlichen Wirtschaftsentwicklung der Regionen. Immer auf dem Sprung waren die Reporter der Weltpresse Max Flaskühler und Elisabeth Skadow. Sie berichteten über alle relevanten Ereignisse.

Am Ende der Simulation stehen ungelöste Probleme, aber auch Erfolge. Die atomare Abrüstung war beinahe abgeschlossen. Die grüne Lunge des Planeten, der Amazonas-Regenwald, wurde gerettet. Die Müllmengen konnten in beinahe allen Ländern verringert werden. In Indien und Arabien wurden die Rechte von Frauen gestärkt. In Afghanistan konnte der Terror, durch den Sieg über den IS, beendet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse um globale politische Strukturen und Prozesse werden zukünftig eine große Rolle im Unterricht der Leistungs- und Grundkurse spielen.