Landtagsabgeordnete der FDP besuchen JVA Pont

Politik auf Tour : Landtagsabgeordnete besuchen die JVA in Pont

Die FDP-Landtagsabgeordneten Stephan Haupt und Christian Mangen haben die Justizvollzugsanstalt Geldern am Niederrhein besucht. Die FDP-Politiker sind im Landtag aufgrund ihrer Funktionen als Obmann im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Kleve“  (Stephan Haupt) sowie als Vorsitzender der Vollzugskommission (Christian Mangen) regelmäßig mit justizrechtlichen Fragestellungen betraut.

Bei ihrem etwa dreistündigen Besuch erläuterten Anstaltsleiter Andreas Schüller sowie Pressesprecher und Ausbildungsleiter Carsten Viehöfer die täglichen Herausforderungen des allgemeinen Justizvollzugs.  Beim Gang über das weitläufige Gelände boten sich den Abgeordneten viele Einblicke, die für Christian Mangen MdL eine informative Grundlage für seine Arbeit im Landtag und der Vollzugskommission darstellen: „Bei meinen Besuchen in Nordrhein-Westfalens Justizvollzugsanstalten habe ich bereits viele Erkenntnisse gewinnen können. In Geldern sehen wir viele positive Eindrücke, die in der Praxis sehr gut umgesetzt werden“, sagte Mangen.

„Besonders hat mich die Ausbildung der Inhaftierten beeindruckt, die auf höchsten Standards eine Wiedereingliederung ins Leben ermöglichen soll. Nichtsdestotrotz bleibt gerade im Bereich der Justiz viel zu tun, um auch den Nachwuchs im Beruf der Justiz gezielt zu fördern. Hierzu hilft das Land Nordrhein-Westfalen mit einer starken Kampagne, um junge Menschen für den Justizvollzugsdienst und einen sicheren Arbeitsplatz zu begeistern“, so der Abgeordnete weiter.

Die Justizvollzugsanstalt in Geldern bietet bis zu 681 Häftlingen Platz, von denen gut 90 Prozent belegt sind. Der örtliche Abgeordnete Stephan Haupt zeigte sich vom täglichen Ablauf in der Justizvollzugsanstalt beeindruckt: „Der Justizvollzug am Standort Geldern bietet den Inhaftierten die Möglichkeit, durch die Erlangung von Ausbildungsabschlüssen nach Verbüßen ihrer Haftstrafe wieder ins Leben eingegliedert zu werden. Hierfür ist ein guter Indikator, dass mehr als 80 Prozent der Inhaftierten in der Justizvollzugsanstalt einen Arbeitsplatz gefunden haben und somit eine Tagesstruktur bekommen.“

Die Justizvollzugsanstalt in Pont mit dem Schriftzug „Sehnsucht“ auf der Mauer wurde von den liberalen Politikern besucht. Foto: Seybert, Gerhard (seyb)

Die beiden Abgeordneten betonten, dass die Aufgabe der Politik sei, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen. Daher sei es ihnen ein Anliegen, praktische Einblicke in den Alltag „der Menschen zu bekommen, die als Gefangene inhaftiert sind und derjenigen, die als Mitarbeiter einen wichtigen Dienst für unsere Gesellschaft leisten.“

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