Geldern: Jahreszeitenfrühstück im Adelheid-Haus

Geldern: Jahreszeitenfrühstück im Adelheid-Haus

GELDERN Elf Schülerinnen der Liebfrauenschule Geldern, Berufskolleg des Bistums Münster, haben das Adelheid-Haus der Caritas besucht. Zusammen mit den Bewohnern gestalteten sie das Jahreszeitenfrühstück und begleiteten sie den Vormittag über. Obwohl die Schülerinnen eigentlich eine Ausbildung als "Assistentinnen für Ernährung und Versorgung" machen, können sich einige nach den positiven Erfahrungen vorstellen, im sozialen Bereich tätig zu werden.

GELDERN Elf Schülerinnen der Liebfrauenschule Geldern, Berufskolleg des Bistums Münster, haben das Adelheid-Haus der Caritas besucht. Zusammen mit den Bewohnern gestalteten sie das Jahreszeitenfrühstück und begleiteten sie den Vormittag über. Obwohl die Schülerinnen eigentlich eine Ausbildung als "Assistentinnen für Ernährung und Versorgung" machen, können sich einige nach den positiven Erfahrungen vorstellen, im sozialen Bereich tätig zu werden.

Die 18-jährige Neda Noori besuchte zum ersten Mal ein Seniorenhaus und war gleich positiv überrascht: "Es ist schön, die Geschichten der Bewohner zu hören und zu spüren, dass sie sich freuen, wenn man ihnen zuhört." Eigentlich besucht sie - ebenso wie ihre Mitschülerinnen - am Liebfrauen-Berufskolleg den Bildungsgang für Servicekräfte. Nachdem sie den Vormittag mit den Senioren des Adelheid-Hauses verbracht hat, kann sie sich aber gut vorstellen, einen Berufsweg auch in diese Richtung einzuschlagen.

Im Café des Adelheid-Hauses und in den Hausgemeinschaften unterhielten sich die Schülerinnen angeregt mit den Bewohnern, servierten ihnen Kaffee und Brötchen und reichten Essen an. "Natürlich ist es eine ungewohnte Situation, ich hab sowas noch nie gemacht, aber wenn die Bewohnerin lächelt, weiß ich, dass ich etwas Gutes tue - und das macht dann auch mich glücklich", sagte Danina Link. Auch ihre Klassenkameradin Tamara Schraven (17), die zusammen mit ihrer Mutter schon ihren Großvater pflegte, saget, dass sie im Umgang mit den älteren Menschen nicht nur viel gelernt habe, sondern auch "ganz viel Herzlichkeit und Dankbarkeit" von den Bewohnern zurückbekommen habe.

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Im Nachgespräch mit Hausleiterin Marianne Wolffram wurde schnell deutlich, dass dieser Vormittag allen einen anderen Blick auf das Berufsfeld gegeben hat. Viele hatten noch keinen direkten Kontakt mit Seniorenhäusern und sind um eine besondere Erfahrung reicher. Ungeklärte Fragen beantwortete die Hausleiterin gerne und erklärte, welche beruflichen Wege den Schülerinnen offen stehen. "Grade der direkte Kontakt mit den Bewohnern, stellt manchmal eine besondere Herausforderung dar, aber man bekommt einiges zurück.

Ein gelebtes Leben hat so viel Reichtum, und diesen Erfahrungsschatz geben die Bewohner großzügig weiter." Ulrike Schlattmann, die die Klasse als Lehrerin begleitete, dankte Marianne Wolffram für die Möglichkeit, im Adelheid-Haus zu Gast zu sein. "Wir freuen uns, dass wir hier sein durften, weil wir den Schülern die Inhalte nicht nur theoretisch nahe bringen möchten, sondern ihnen hier die Möglichkeit zum direkten Kontakt geben können.

Wir kommen deshalb gerne wieder."

(RP)