Hilfsaktion der Feuerwehren und der Gelderner Pfadfinder: Bescherung in Rumänien

Hilfsaktion der Feuerwehren und der Gelderner Pfadfinder : Bescherung in Rumänien

Rechtzeitig vor Weihnachten kam die Hilfslieferung vom Niederrhein mit 8000 Paketen für Kinder in Caransebes an.

Der Hilfstransport der Feuerwehren aus dem Kreis Viersen, der Stadt Krefeld und der Jugendfeuerwehren Kerken, Straelen und der Pfadfinder St. Maria Magdalena Geldern hat noch vor Weihnachten das Ziel Caransebes in Rumänien erreicht. Aus Kostengründen für Benzin und Maut hatten sich die Organisatoren in diesem Jahr entschlossen, eine befreundete Spedition, die seit Jahren mit der Rumänienhilfe Vorst eng zusammenarbeitet, zu beauftragen, die bei der Sammelaktion gespendeten Hilfsgüter von Tönisvorst aus direkt zur Caritas-Station nach Caransebes zu schicken. Dort wurden sie freudestrahlend von deutschen Ordensschwestern und deren Helfern in Empfang genommen und wurden zum Weihnachtsfest an Bedürftige weitergegeben.

Unter dem Motto „Ihre Feuerwehr hilft – komm hilf mit“ hatten die Feuerwehren im Kreis Viersen, der Stadt Krefeld und der Jugendfeuerwehren Kerken und Straelen sowie die Pfadfinder St. Maria Magdalena Geldern die Bürger aufgerufen, Grundnahrungsmittel wie Zucker, Mehl, Backpulver, Konserven sowie Süßigkeiten für Kinderheime, Krankenhäuser, Altenheime in Rumänien in den vielen Feuerwehrgerätehäusern, von Niederkrüchten bis Uerdingen, von Willich bis Kerken abzugeben. Schulen und Kindergärten wurden angeschrieben und zum Mitmachen aufgefordert; über 50.000 Handzettel an Haushalte verteilt; Radiospots gesendet; Hinweisplakate in Geschäften am Niederrhein aufgehangen, auch das Fernsehen wurde eingeschaltet, um zum Mitmachen aufzufordern.

Und diesem Aufruf folgten tausende eifriger Spender und brachten ihre guten Gaben zu den Feuerwehrsammelstellen. Auch in Schulen und Kindergärten wurde gesammelt und hunderte Pakete, oft schön als Weihnachtsgeschenk verpackt, an die Feuerwehr zur Weitergabe übergeben. Von den einzelnen Feuerwehrgerätehäusern vom ganzen Niederrhein, zusammengetragen und in der Lagerhalle der Rumänienhilfe in Tönisvorst vorsortiert und in Lastwagen für den Transport verladen, konnten die „Lebensmittelsammler“ am Ende ein zufriedenstellendes Sammelergebnis mitteilen.

„Das Ergebnis der Lebensmittelsammelaktion war bedeutend besser als im vergangenen Jahr. Es kamen gut 35 Tonnen Lebensmittel, fast 30 Zentner Kinderpflegemittel- und Anziehsachen gut 8000 Päckchen gepackte Weihnachtsgeschenke von Kindern aus Schulen und Kindergärten und etliche Tonnen andere Sachspenden zusammen“, erklärten die Organisatoren von Feuerwehr und Rumänienhilfe am Ende der Aktion. „Jedes Pfund Mehl, jede Lebensmittelkonserve, die uns gespendet wurde, wird eins zu eins an die Hilfsbedürftigen weitergegeben.“

Welche Not und welches Elend in Caransebes herrschen, können am besten Feuerwehr-Helfer beschreiben, die bereits vor Ort waren. Drei Franziskanerinnen (Ordensschwestern) und die örtliche Caritas-Station unterhalten gemeinsam mehrere Suppentafeln. Hier werden die in ärmlichsten Verhältnissen lebenden Straßenkinder versorgt. Die über 160 Kinder erhalten hier mindestens einmal am Tag eine warme Speise: meist die einzige Nahrung, die sie bekommen. Für die richtige Ernährung eines Kindes ist auch Dank der Lebensmittelspenden nur ein Betrag von einem Euro pro Tag notwendig. Ein Dankesbrief von der Leiterin der örtlichen Franziskanerinnen, Schwester Hiltrud, erreichte jetzt den Vorsitzenden der Rumänienhilfe Vorst, Johannes Holtschoppen, und auch die beteiligten Feuerwehren.