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Heimat- und Verkehrsverein Issum restauriert Wegekreuz am Hochwald

Aus den Vereinen des Altbierdorfs am Niederrhein : Wegekreuz restauriert als Mahnzeichen gegen Nazi-Gräuel

Der Heimat- und Verkehrsverein Issum hat das Wegekreuz am Hochwald wieder hergerichtet. Es ist ein wichtiger Erinnerungspunkt in dem Ort.

Wer mit offenen Augen durch Issum geht, sieht auch immer wieder Heiligenhäuschen und kleine Kapellen. So zum Beispiel das Nikolaushäschen auf der Ecke Kapellener Straße/Wiesenweg.

Aber gibt es auf dem Gebiet des Ortsteils Issum auch Wegkreuze, wie sie häufig in anderen Orten zu sehen sind? Vielen Issumern wird dazu kein Standort einfallen. Dennoch gibt es am Hochwald, an der Waldgrenze zur Leucht, ein Holzkreuz mit Dach und Korpus. Es wurde 1960 von Andreas und Mechthild Hermanns errichtet als sie den Hof an der Hochwalder Straße übernahmen. Andreas und Mechthild Hermanns errichteten dieses Kreuz zur Erinnerung an die Eltern von Andreas Hermanns. Beide Elternteile sind in Konzentrationslagern umgekommen und ohne bekannte Grabstelle als Trauerpunkt geblieben.

Vor diesem Hintergrund sah sich der Heimat- und Verkehrsverein Issum veranlasst, die Renovierung und Erhaltung der nun 60 Jahre alten Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten zu organisieren.

Große und kleine Beiträge des Heimat- und Verkehrsverein Issum, der Familie Oestrich (Helene geborene Hermanns) und der Familie Schratter (Sybille geborene Hermanns) trugen zur Restaurierung bei.

Mit Unterstützung der Gemeinde ermöglichte die Volksbank an der Niers die Ergänzung des Standortes mit einer Sitzbank.

Mit dem Standort an der Waldgrenze, dem Hintergrundwissen zum Wegkreuz und der Sitzbank zum Ausruhen, hat der Issumer Philosophenweg einen weiteren Anlaufpunkt. Die Wiedereinsegnung des Kreuzes findet am Sonntag, 11. Oktober, um 12.30 Uhr statt.

(RP)