Geldern: Einblick in den Orgelbau in Kevelaer

Geldern : Einblick in den Orgelbau in Kevelaer

KEVELAER Die FDP-Fraktion Kevelaer hat gemeinsam mit dem FDP-Bundestagskandidaten Prof. Ralf Klapdor die Firma Orgelbau Romanus Seifert & Sohn in Kevelaer besichtigt. Der Familienbetrieb besteht seit 1885. Der Produktionsleiter Franz Peters, der seit 37 Jahren im Unternehmen tätig ist, gab einen interessanten Einblick in die Geschichte des Familienbetriebes.

KEVELAER Die FDP-Fraktion Kevelaer hat gemeinsam mit dem FDP-Bundestagskandidaten Prof. Ralf Klapdor die Firma Orgelbau Romanus Seifert & Sohn in Kevelaer besichtigt. Der Familienbetrieb besteht seit 1885. Der Produktionsleiter Franz Peters, der seit 37 Jahren im Unternehmen tätig ist, gab einen interessanten Einblick in die Geschichte des Familienbetriebes.

Peters berichtete über die komplexe Arbeit des Unternehmens. Für den Bau einer Orgel erhält der Orgelbauer Vorgaben vom Auftraggeber (meist Kirchengemeinden und Orgelsachverständige). Zur Realisierung der räumlichen, technischen und klanglichen Gegebenheiten muss der Orgelbauer Lösungen finden, die den finanziellen und musikalischen Vorgaben entsprechen. Danach muss er die Orgel bis in jedes Detail konstruieren. Neben dem Wissen über die verschiedenen Materialien müssen aber auch Kenntnisse im Bereich der Statik, Aerodynamik, Mechanik und Elektronik vorhanden sein. Die praktischen Fähigkeiten, die der Orgelbauer nun benötigt, schließen den Bau des Pfeifenwerks, aller Bestandteile der technischen Anlage und des Gehäuses einer Orgel mit ein. Nicht jeder Orgelbauer muss dabei in jedem Arbeitsbereich ein Spezialist sein. Mit manchen Arbeiten werden auch regelmäßig externe Firmen oder Orgelbauer beauftragt, zum Beispiel bei dem Metallguss oder dem Pfeifenbau. Nach der Anfertigung aller Bestandteile der Baugruppen einer Orgel und der Vorintonation des Pfeifenwerks erfolgt meist ein Teil- oder Gesamtaufbau der Orgel in der Werkstatt. Anschließend wird das Instrument wieder zerlegt, die Bestandteile werden zum Bestimmungsort transportiert, dort wird die Orgel endgültig aufgebaut. Abschließend werden die Pfeifen intoniert und gestimmt.

(RP)
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