Caritas-Mitarbeiter auf einer Demo in Düsseldorf.

Caritas-Mitarbeiter bei Demo : „Mehr Große für die Kleinen“

Unter dem Motto „Mehr Große für die Kleinen“ haben Mitarbeitende aus den Kindergärten des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer für bessere gesetzliche Rahmenbedingungen und mehr Personal in Kitas demonstriert.

Sie sind damit dem Aufruf des gleichnamigen Aktionsbündnisses gefolgt – gemeinsam mit rund 10.000 Kollegen aus ganz Nordrhein-Westfalen, die in Düsseldorf ihrem Unmut Luft machten.Während die Landespolitik derzeit eine Revision des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) plant, will das Aktionsbündnis auf die Notwendigkeit struktureller Verbesserungen aufmerksam machen. „Die finanziellen und personellen Rahmenbedingungen in unseren Kitas sind seit zwölf Jahren nahezu unverändert. Gleichzeitig sollen die Mitarbeitenden aber immer mehr Aufgaben – zum Beispiel in der Dokumentation, Sprachförderung, Inklusion und Elternarbeit – erfüllen. Unsere Mitarbeitenden fangen das mit ganz viel persönlichem Engagement auf, aber langfristig kann das so nicht weitergehen“, sagt Jutta Scholl, Fachleiterin für die sechs Kindertagesstätten der Caritas im Südkreis Kleve. Konkret geht es dem Aktionsbündnis „Mehr Große für die Kleinen“ darum, dass bei einer Erneuerung des KiBiz das Wohl der Kinder und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen. Nur so könnten die Einrichtungen ihren Auftrag, frühkindliche Bildung zu leisten, in vollem Umfang gerecht werden. Gleichzeitig geht es auch um eine solide Finanzierung der Kindertagesstätten. Hier hatte die Landesregierung zunächst nur mit den Kommunen über eine Verbesserung gesprochen, nicht aber mit den freien Trägern, die drei Viertel aller Kindergärten in Nordrhein-Westfalen betreiben. Das KiBiz soll zum Kindergartenjahr 2020/2021 in Kraft treten.

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