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Asylkreis Straelen übergibt Computer an drei Asylsuchende.

Asylkreis Straelen spendet : Laptop hilft beim Sprache lernen

Seit Januar 2014 setzt sich der Ökumenische Arbeitskreis Asyl Straelen für Flüchtlinge in Straelen ein. Während es zu Beginn eher darum ging, die Asylbewerber an die Hand zu nehmen und bei der ersten Orientierung im fremden Land zu helfen, haben sich die Schwerpunkte der Arbeit über die Jahre hinweg verändert.

Maria Trösser vom Asylkreis erklärt: „Jetzt unterstützen wir unsere Schützlinge in den Bereichen Schule, Ausbildung und Beruf. Besonders wichtig ist hier die Sprachförderung.“ Neben dem persönlichen Einsatz der Mitglieder des Asylkreises sei es hierfür auch notwendig, gewisse Rahmenbedingungen zu schaffen. Ulla Verbraeken, die in der Sprachförderung des Asylkreises tätig ist, macht deutlich: „Viele schulische und berufliche Anforderungen sind ohne PC kaum mehr machbar.“ Währenddessen feierte Barbara Roebers aus Straelen ihren 65. Geburtstag. Immer wieder brachten sie die Anfragen der wohlmeinenden Gäste in Bezug auf das richtige Geschenk ins Schwitzen: „Da habe ich gedacht, Du willst ja gar keine Geschenke. Hilf doch einfach mal Bedürftigen in Straelen.“ Nach einigen Umwegen stellte sie den Kontakt zum Asylkreis her, und schnell war ein lohnenswertes Spendenziel für die Geburtstagsgäste gefunden: ein Notebook für einen Asylbewerber, den dieser beim Verbessern seiner Sprachkenntnisse sowie bei Herausforderungen in Schule und Beruf nutzen kann. Roebers erinnert sich begeistert: „Ich war bei meiner Feier dann total überrascht, wie viel Geld zusammen gekommen ist.“ Zusammen mit einer Spende der Wirtschaftsfördergesellschaft bei der Verleihung der Grünen Couch im Dezember konnten letztendlich sogar drei Notebooks bei Heußen Daten Technik (HDT) am Markt angeschafft werden.Dann trafen sich die Mitglieder des Asylkreises mit Geschäftsinhaber Marco Pütz, der bereits die notwendigen Programme installiert hatte, und übergaben die drei Geräte an Hassane Diallo aus Guinea, Jasem Khalafmorad aus dem Irak und Hemmat Alizadeh aus Afghanistan. Verbraeken erläuterte die Auswahl: „Kriterien waren Verlässlichkeit und Notwendigkeit, aber auch, wie gut sie die Sprache bisher erlernt haben. Wenn die Drei nicht so ehrgeizig gewesen wären, wären sie nicht so prädestiniert für die Laptops.“ Trösser ergänzte: „Die Laptops sind für sie der Einstieg zu mehr Lebensqualität und Bildung.“ Alle drei freuten sich sehr über das außergewöhnliche Präsent und bedankte sich herzlich, Jasem Khalafmorad sogar in einem persönlichen Brief an Roebers: „Herzlichen Dank für das schöne Geschenk. Das ist wirklich wichtig, weil ich eine Ausbildung zum Krankenpfleger mache und dafür brauche ich den Laptop.“ Somit stand die Aktion ganz im Zeichen der Werte, denen sich der Asylkreis von Anfang an verpflichtet fühlte: Dass alle Menschen sich hier in Straelen willkommen fühlen!