Aktionen bei den Nachhaltigkeitswochen von Landgard in Herongen.

Bei Landgard in Herongen : Domizile für Bienen und andere Insekten

Ab sofort summt und brummt es auf dem Firmengelände der Landgard-Zentrale in Herongen. Zum Start der unternehmensweiten Nachhaltigkeitswochen hat der Hobby-Imker Michael Verheyen aus Geldern einen Bienenstock in einem umzäunten Bereich an einem Wasserauffangbecken aufgestellt.

Der Bienenstock hat eine besonders auffällige Fassade im Design des Cash & Carry Zukunftsmarktes Landgard Herongen. Um den Bienenstock herum wurde bienenfreundlicher Lavendel gepflanzt. Der 42-jährige Verheyen ist Vorsitzender des Imkervereins Straelen und besitzt insgesamt 24 Bienenvölker der Art Carnica. „Über den kommenden Winter hinweg wird die Bienen-Population im Landgard-Bienenstock auf 6000 bis 10.000 Bienen sinken. Sobald die Temperaturen dann im Frühjahr wieder konstant über acht bis zehn Grad liegen, beginnt die Vermehrung im Bienenvolk. Bis zum Höhepunkt der Vermehrungsperiode im Juli 2020 werden es dann knapp 50.000 Bienen sein“, so der Hobby-Imker. Zwischen April und Ende Juli wird Verheyen wöchentlich nach Herongen kommen, um im Bienenstock nach dem Rechten zu sehen. Bei den regelmäßigen Kontrollen geht es vor allem darum, die Vermehrung zu unterstützen und zu lenken. Dabei können auch neue Bienenvölker mit einer eigenen Königin entstehen, die dann mit Hilfe des Imkers in einen eigenen Bienenstock umziehen. Die Landgard-Bienen werden sich besonders über die blühenden Gemüsekulturen auf den benachbarten Bio-Anbauflächen von Landgard, aber auch über Rapsfelder in derUmgebung freuen, da dort das Blütenpollen-Angebot sehr reichhaltig ist. Dafür entfernen sich die Bienen bis zu drei Kilometer von ihrem Bienenstock und finden sicher wieder dorthin zurück. Jedes Bienenvolk, so Verheyen, benötigt jährlich knapp 25 Kilogramm Blütenpollen für die Selbstversorgung. Erst darüber hinaus beginnt die Honigproduktion. Wenn die Bienen in der Umgebung der Landgard-Zentrale genügend Blütenpollen finden, wird der erste Landgard-Honig zwischen Ende Mai und Mitte Juni 2020 geschleudert werden können. Im Juli folgt dann, wenn alles normal läuft, eine zweite Honigernte. Laut Verheyen liegt der jährliche Honigertrag eines Bienenvolkes bei knapp 20 Kilogramm. Die Idee zum Landgard-Bienenstock stammt vom Team des Landgard-Nachhaltigkeitsmanagements. „Wir wollen mit dem Bienenstock auf dem Firmengelände ein Zeichen für mehr Artenschutz und Nachhaltigkeit setzen. Zusätzlich zu bienenfreundlichen Blumen und Pflanzen, die Landgard unter der Lizenz ,Biene Maja’ vermarktet, ist der Bienenstock ein weiterer Ansatz, gerade auch die eigenen Mitarbeiter für die Bedeutung von Bienen und allen weiteren Insekten für die gesamte Umwelt zu sensibilisieren. Wir werden ab sofort regelmäßig auch im Intranet darüber berichten, was gerade im Bienenstock los ist und wie sich unsere Bienen entwickeln“, so Dr. Svea Pacyna-Schürheck, Bereichsleiterin Qualitäts- & Nachhaltigkeitsmanagement bei Landgard.

Auch die Landgard Auszubildenden engagieren sich bei den Nachhaltigkeitswochen und haben für den Schutz wichtiger Insekten am Standort Herongen gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsteam und Schülern der von Landgard unterstützten Schülergenossenschaft „The Honeybee Industries“ des Städtischen Gymnasiums Straelen zu Hammer, Stichsäge und Akkuschrauber gegriffen. Dabei ist ein großes Insektenhotel für tausende Käfer und Insekten entstanden, das rundum und auch oben drauf mit insektenfreundlichen Blumen und Stauden bepflanzt ist und bestäubenden Nützlingen so eine echte Fünf-Sterne-Unterkunft inklusive Schlemmerbuffet bietet. Dafür haben die Landgard-Auszubildenden zwei Kisten Moos, 24 Sedum und 24 Lavendel eingepflanzt. Das Grundgerüst des Insektenhotels besteht aus Holzpaletten, die zu einem fast 2,50 Meter hohen und 2,30 Meter langen L verschraubt wurden.

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