Ausblick 2014 für Geldern: Stadt will viel in Infrastruktur investieren

Ausblick 2014 für Geldern : Stadt will viel in Infrastruktur investieren

Baubeginn für das neue Berufskolleg, Rathaussanierung, neues Seniorenheim plus Kindergarten im Nierspark sowie ein Hilfsnetzwerk für Familien und Schwangere: Stadt und Verwaltung wollen 2014 in Geldern viele neue Projekte beginnen.

Ein ganz wichtiges Projekt für den Gelderner Haushalt ist sicherlich die energetische Sanierung des Verwaltungsgebäudes am Issumer Tor. Hierfür investiert die Stadt rund 3,8 Millionen Euro. Bei der Maßnahme ab Mitte Juli werden die Fassadenseiten des weißen Verwaltungsgebäudes komplett von außen abgetrennt und durch neue Fassadenteile und neue Fenster ersetzt. Die Büros werden in der Bauphase von innen abgedichtet. Die Arbeiten werden in Abschnitten von Etage zu Etage durchgeführt. Vorteil dieser Vorgehensweise: Der Betrieb im Gelderner Rathaus kann weiter geführt werden.

Im Bereich des Niersparks stehen für 2014 zunächst private Investitionen im Bereich der ehemaligen RWZ-Flächen an, wo noch im Winter die alten Gebäude so abgebrochen werden können, dass im Frühjahr sowohl mit der Errichtung eines Seniorenheimes nördlich des Niersforums als auch dem Bau des Lebenshilfecenters und eines dreigruppigen Kindergartens der Lebenshilfe begonnen werden kann. Weiter südlich wird das Baufeld geräumt, um die Voraussetzungen für den Neubau des Berufskollegs des Kreises Kleve zu schaffen. In das Projekt investiert der Kreis Kleve rund 30 Millionen Euro.

"Weiter vorangetrieben wird die Planung für den Kreisverkehr, der an der Ecke Burgstraße und Nierspark den zunehmenden Verkehr besser bewältigen soll", erklärt Bürgermeister Ulrich Janssen. Durch den Abriss des Stanzwerkes Pilz werde derzeit der erforderliche Platz für diese Lösung geschaffen. Ein ebenfalls wichtiger Planungsprozess ist für die weitere Entwicklung der Gelderner Innenstadt im Gange. Die Arbeit am "Integrierten Handlungskonzept" wird weiter fortgeführt. Ziel der Stadtplaner ist es, die Grundlagen für die Werterhaltung und Weiterentwicklung der Gelderner Innenstadt zu schaffen.

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In der Entwicklung ist das Schulangebot in Geldern. Vor allem die Neugründung der Sekundarschule Geldern-Issum zum Beginn des Schuljahres 2014/2015 wird die ohnehin vorhandene Vielfalt noch vergrößern. Die Sekundarschule wird im "Bildungszentrum Fleuth" an der Anne-Frank-Straße ihren dreizügigen Hauptstandort haben. Gleichzeitig soll ein zweizügiger Nebenstandort in Issum-Sevelen entstehen. Ein wichtiger Termin für interessierte Eltern und ihre Kinder wäre Samstag, 25. Januar. Dann laden sowohl das Bildungszentrum Fleuth in Geldern als auch die Käthe-Kollwitz-Schule in Sevelen bei einem "Tag der offenen Tür" dazu ein, sich selbst einen Eindruck über die neue Schule zu verschaffen. An dem guten Eindruck soll es in Geldern nicht mangeln. Gute 277 000 Euro fließen in das Bildungszentrum Fleuth. Neu im Schulangebot ist auch die Vorbereitung für den Montessori-Zweig an der Mariengrundschule in Kapellen.

Überhaupt investiert Geldern erneut in seine Schullandschaft. Für 2014 umfassen die Kosten für Sanierungen insgesamt mehr als 820 000 Euro. Beispielsweise fließen knapp 200 000 Euro in das Friedrich-Spee-Gymnasium, in dem unter anderem der Physikraum umgebaut werden muss, und etwa 90 000 Euro fließen in die Dachsanierung des Ostflügels. Im Lise-Meitner-Gymnasium wird die Lüftungsanlage der Aula optimiert. Voraussichtliche Kosten: etwa 85 000 Euro.

Bei notwendigen Investitionen in die Infrastruktur ist sicherlich die Sanierung der Danziger und Königsberger Straße zu nennen, die 2014 und 2015 durchgeführt werden soll. Die Gesamtkosten betragen etwa 960 000 Euro. Hier kann Geldern mit einer Förderung von 60 Prozent rechnen. Nicht nur die Realschüler und die künftigen Schüler der Sekundarschule dürften sich über die Beleuchtung freuen, die der Straßenzug erhalten soll. Weiter fortgeführt werden die Vorbereitungen für die Entlastungsstraße für die Hochstraße in Walbeck.

(RP)
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