1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern
  4. Kultur im Gelderland

Staatspreis in der Kategorie Bild- und Druckmedien für Jan Göller

Fotograf aus Kerken ausgezeichnet : Kerkener gewinnt Staatspreis für Algen-Fotos

Jan Göller hat die kleinen Tierchen ins Riesenhafte vergrößert. Mit seiner fünfteiligen Arbeit macht er auf den Zustand unserer Gewässer aufmerksam.

Fotograf Jan Göller aus Kerken ist einer von sechs Trägern des Staatspreises für das Kunsthandwerk NRW, der jetzt von Landesministerin Ina Scharrenbach überreicht wurde. Er bekam die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie „Bild- und Druckmedien“ für seine Fotoarbeit „Verve“.

Die Jury prämierte in diesem Jahr erneut Arbeiten, die sich mit den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Für den 1985 in Esslingen geborenen Jan Göller, Surfer und zeitweise in der Bretagne lebend, lag das Thema „Wasser“ nah. In der Begründung der Jury heißt es: „Algen in einem Aquarium fotografiert. Viele Einzelaufnahmen, zusammengesetzt und bearbeitet, machen es möglich, die etwa drei bis fünf Zentimeter kleinen Algen im Großformat auf circa 1,60 Meter darzustellen.“ Jan Göller, Fotograf aus Kerken, mache mit seiner fünfteiligen Arbeit „Verve“ auf den Zustand unserer Gewässer aufmerksam, hole an die Oberfläche und mache deutlich, wie zart und schön die im Wasser lebenden, Photosynthese betreibenden Organismen sind. Die Präsentation in schaukastenartigen Rahmen erinnere an botanische Zeichnungen und Drucke aus dem 18. Jahrhundert, mache uns aber auf die Fragilität und den heutigen Zustand unserer Gewässer aufmerksam.

  • Der Wermelskirchener Fotograf Andreas Jäckle, Inhaber
    Wermelskirchener Fotograf : Digitaler Bummel durchs Geschäft
  • Dagmar Hüserich in Begleitung von Hund
    Alternative Kunstprojekte in Düsseldorf : Aus Müll wird Kunst
  • Jan Josef Liefers (Archivbild).
    #allesdichtmachen : Jan Josef Liefers räumt ein, dass Ironie vielleicht das falsche Mittel war

Göller, der in Köln Design mit dem Schwerpunkt Fotografie studierte, arbeitete unter anderem zwei Jahre als Assistent bei Tony Cragg und ordnet seine Arbeit der konzeptionellen Kunst zu.

Die weiteren Preisträger sind die Düsseldorfer Designerin Sharokina Golpashin in der Kategorie „Kleidung und Textil“, Oliver Trepper aus Münster (Möbel), Maria Pohlkemper aus Billerbeck (Objekt und Skulptur), Carola Kosche (Schmuck) sowie Theresa Wedemeyer (Sonderpreis Bild- und Druckmedien). Alle 121 zum Wettbewerb zugelassenen Arbeiten werden im Rahmen der 30. Landesausstellung Manufactum im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte bis zum 27. Juni gezeigt, wenn die Pandemie-Maßnahmen es wieder zulassen.