Geldern St.-Clemens-Hospital öffnet den OP-Saal

Geldern · Unter Anleitung können Besucher am Samstag selbst Instrumente in die Hand nehmen.

 Besucher dürfen in den sonst abgeschotteten Operationssaal.

Besucher dürfen in den sonst abgeschotteten Operationssaal.

Foto: Momsen

Gesund und ohne Narkose in den Operationssaal - am Samstag, 20. Januar, ist das für jedermann möglich. In der Zeit von 11 bis 16 Uhr erlaubt das St.-Clemens-Hospital interessierten Besuchern einen Blick hinter die sonst streng geschlossenen Türen des Zentral-OP.

"Der Tag der offenen Tür im OP ist ein Angebot im Rahmen unserer Präventionsarbeit. Denn immer wieder erleben wir es, dass Patienten notwendige Operationen aus Angst zu lange hinauszögern. Sie fürchten den unbekannten OP-Saal und den Kontrollverlust während der Narkose", erklärt der Ärztliche Direktor Rupertus Schnabel. Aufklärung hilft, diese Ängste abzubauen. Deshalb demonstrieren Ärzte, Pflegende und Hygienefachkräfte ihre Arbeit im Operationssaal.

"Tatsächlich gibt es keinen sichereren Ort als einen OP", weiß der Facharzt für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie. Dafür sorgt eine Vielzahl von Experten vor, während und nach dem Eingriff.

Einen ersten Eindruck bekommen die Besucher schon im Eingangsbereich des Krankenhauses. Hier werden anhand einer nachgestellten Szene Aufgaben und Hilfsmittel im Operationssaal erklärt. Weiter geht es dann in den drei Operationssälen im dritten Stockwerk. Die Ärzte aus den Kliniken für Anästhesie und Intensivmedizin, Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie, Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, Gynäkologie und Urologie beraten über das Leistungsspektrum ihrer Abteilung und über die breite Palette der Operationsmethoden. Wer lieber begreift als hört oder sieht, kann unter Anleitung einzelne Instrumente oder Ersatzgelenke in die Hand nehmen. Die klinische Reinheit während jedes Eingriffs fällt in die Verantwortung der Hygienefachkräfte und der Mitarbeitenden der Sterilgutversorgung. Beide Bereiche lassen sich am Tag des offenen OP über die Schulter schauen.

Am Tag selbst ist die Hygiene im OP übrigens kein Problem "Aufgrund einer routinemäßigen Wartung können die Säle des Zentral-OP an diesem Tag ohnehin nicht für Eingriffe genutzt werden. Das gibt uns die Möglichkeit, sie für das Publikum zu öffnen. Für Notfälle im Haus oder Kaiserschnitte halten wir weitere OP-Säle auf anderen Ebenen vor", beschreibt Christoph Weß, Kaufmännischer Direktor im St.-Clemens-Hospital, das Notfallmanagement. Im Anschluss an den Tag der offenen Tür erfolgt eine intensive Grundreinigung der Säle.

(RP)