Zu viele Schwächen offenbart

Volleyball-Regionalligist VC Eintracht Geldern verliert im Nachholspiel bei der Warendorfer SU mit einem Rumpfteam erwartungsgemäß mit 0:3 (17:25, 16:25, 14:25).

Anders als die mittlerweile überholten Rechenexempel, die VCE-Coach Krystian Scheinert unlängst anstellte, haben die Hochrechnungen von Warendorfs Coach Suha Yaglioglu nach dem Gastspiel der Eintracht am Netz des Tabellenzweiten weiter Bestand. "Die Mannschaft ist in der Lage, die restlichen vier Spiele zu gewinnen", zeigte sich der WSU-Trainer vor der Nachholpartie gegen Geldern und den drei folgenden Partien gegen Bochum, Spitzenreiter Gladbeck und Sorpesee absolut optimistisch. Die erste und vermutlich leichteste der vier Teilaufgaben löste der Zweitliga-Absteiger gegen Geldern fast mühelos.

"Für uns wird es sehr schwer"

Die Warendorferinnen ließen die VCE-Sechs zu Beginn aller drei Sätze ein bisschen mitspielen, doch je mehr in allen drei Durchgängen die Zwanzig-Punkte-Marke in Reichweite kam, desto weniger Punktgewinne gestatteten die Aufstiegskurs steuernden Gastgeberinnen den gegensätzlichen Kurs haltenden Gästen. "Warendorf spielt in der kommenden Saison wohl nicht mehr in der Regionalliga", bescheinigte Gelderns Angreiferin Diana Spalek dem WSU-Sextett Meisterschafts- und Zweitliga-Qualität, während sie mit Blick auf Gelderns momentane Leistung schwarz malte: "Für uns wird es sehr schwer, in der Regionalliga zu bleiben."

In den kommenden Partien gegen Werne, Ligaschlusslicht Bocholt und am letzten Spieltag gegen Telstar Bochum muss die VCE-Sextett mehr zeigen als in Warendorf und vor allem seine Leistungsschwankungen eindämmen. "Wir haben alle unsere guten Szenen gehabt, aber andererseits auch durch die Bank Fehler produziert", räumte Diana Spalek ein.

Warendorf profitierte von Gelderns Schwächen. "Die Warendorferinnen waren uns körperlich überlegen und haben öfters einfach über unseren Block hinweggeschlagen", sah Gelderns erfahrenste Spielerin deutliche Vorteile beim Gegner und dementsprechend einen meist einseitigen Spielverlauf: "Warendorf ließ selten etwas zu. Wir konnten meist nur reagieren, kaum selbst agieren." Hinzu kam, dass auch Gelderns Wechselmöglichkeiten von Beginn an beschränkt waren. Mittelblockerin Lisa Valentin fiel mit Kniebeschwerden aus. Darum rückte Melanie Verheyen in die Netzmitte und Julia Siepenkort übernahm notgedrungen deren Diagonalposition.

(RP)