Wo der SV Herongen aufkreuzt, fallen viele Tore

Fußball : Spektakel-Verein Herongen greift an

Kreisliga A Kleve-Geldern: 4:3, 5:5, 3:3 – wo die Blau-Weißen von der holländischen Grenze aufkreuzen, lohnt sich ein Besuch für die Fußballfreunde allemal. Sonntag geht’s für das Team um Spielertrainer Sebastian Tissen nach Kessel.

Das Verfolgerduell des Zweiten gegen den Dritten findet am Sonntag in Uedem statt. Spitzenreiter Rindern dagegen hat bereits neun Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz. In Lauerstellung befinden sich zwei ehemalige Bezirksligisten aus dem Gelderland: Der Kevelaerer SV und der SV Sevelen folgen mit jeweils 19 Punkten auf dem Konto auf den Rängen vier und fünf.

Uedemer SV – SV Nütterden (So., 14.30 Uhr). Vier Punkte Vorsprung hat der Tabellenzweite Uedem auf den Dritten Nütterden. Und im Spitzenspiel des Tages wollen die Gastgeber diesen Vorsprung nach Möglichkeit sogar noch ausbauen. „Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe, die hart umkämpft sein wird. Dennoch sind wir guter Dinge und wollen natürlich die drei Punkte in Uedem behalten“, freut sich Trainer Martin Würzler auf die Partie. Personelle Sorgen hat Coach Joachim Böhmer vom Gast aus Nütterden. „Uns gehen die Spieler aus. Jetzt hat sich auch noch Roman Lamers den Arm gebrochen. Wir haben ohnehin schon viele Verletzte. Und Besserung ist nicht in Sicht. Dennoch wollen wir unser Spiel durchdrücken und Uedem ärgern.“

SV Donsbrüggen – Sturm Wissel (So., 14.30 Uhr). Nach der Heimniederlage gegen Uedem wollen die Gastgeber nun wieder Punkte im Kampf um den angestrebten Klassenerhalt einfahren. „Ich erwarte eine kampfbetonte Partie gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf“, weiß Christian Roeskens, Trainer des SVD, um die Schwere der Aufgabe. Und die Gäste reisen nach dem Sieg über Arminia Kapellen mit Selbstbewusstsein an. Dennoch warnt Wissels Trainer Marco Schacht: „Die Punkte gegen Kapellen nutzen nicht viel, wenn es uns nicht gelingt, in Donsbrüggen nachzulegen.“

Arminia Kapellen – Grün-Weiß Vernum (So., 14.30 Uhr). Mittlerweile sind die Gastgeber auf den letzten Platz der Tabelle abgerutscht. Auf die Frage, was sein Team gegen Vernum im Vergleich zur Niederlage in Wissel machen muss, um zu punkten, antwortet Trainer Andreas Holla: „Einfach alles das, was wir letzten Sonntag nicht gemacht haben.“ Die Gäste fuhren gegen Wetten einen 5:0-Kantersieg ein. „Dennoch wird dieses Derby sicherlich ein umkämpftes Spiel, da auch Kapellen jeden Punkt benötigt. Allerdings werden wir uns nicht verstecken“, gibt Trainer Sascha Heigl die Marschroute der Grün-Weißen vor.

TSV Nieukerk – Kevelaerer SV (So., 14.30 Uhr). Nach zuvor zwei Niederlagen konnte der TSV am vergangenen Samstag ausgerechnet beim heimstarken SC Blau-Weiß Auwel-Holt wieder einen Dreier einfahren. Allerdings plagen Trainer Wilfried Steeger vor dem Heimspiel gegen den KSV Personalsorgen. „Wir werden mit A-Jugendlichen und Reserve-Spielern aufstocken müssen. Nichtsdestotrotz wollen wir zu Hause mindestens einen Punkt.“ In einem Formtief befindet sich derzeit der Gast aus der Marienstadt, drei Niederlagen mussten Trainer Ferhat Ökce und sein Team nun bereits in Folge hinnehmen.

SG Kessel/Hommersum-Hassum – SV Herongen (So., 14.30 Uhr). Weiterhin munter in der Liga spielt Aufsteiger Kessel mit. Nach dem Auswärtssieg in Kevelaer sieht der sportliche Leiter Gilbert Wehmen sein Team weiterhin im Aufwind. „Wir möchten weiter fleißig Punkte sammeln. In unserer aktuellen Verfassung sehe ich uns durchaus in der Lage, gegen Herongen zu gewinnen.“ Gegner SV Herongen steht aktuell für Spektakel auf dem Platz. Dem 4:3-Heimsieg gegen den SV Sevelen folgten zuletzt ein 5:5 beim SV Nütterden und ein 3:3 gegen Alemannia Pfalzdorf. Spielertrainer Sebastian Tissen vor dem Match: „Ich kenne Kessel persönlich nicht. Wir müssen uns auf uns konzentrieren und nach wie vor an vielen Sachen arbeiten. Nach Kessel ist es weit, deswegen wollen wir auch etwas mitnehmen.“

Alemannia Pfalzdorf – SV Sevelen (So., 14.30 Uhr). Derzeit treten die Alemannen ein wenig auf der Stelle. Gleich dreimal in den letzten vier Spielen gab es ein 3:3-Unentschieden. Entsprechend sieht Trainer Markus Hierling reichlich Arbeit auf sich und sein Team zukommen. „Sevelen hat ein erfahrenes Team. Es wird genau wie gegen Herongen wieder eng und spannend. Wir müssen immer wieder ans Limit gehen und Kleinigkeiten verbessern.“ Die Gäste haben die letzten beiden Partien gewinnen können. Entsprechend optimistisch ist Trainer Gunnar Gierschner. „Ich hoffe, dass das jetzt genauso weitergeht. Wir fahren mit Rückenwind nach Pfalzdorf. Gegen diese Mannschaft haben wir zuletzt immer schlecht ausgesehen. Jetzt bin ich positiv gestimmt. Wir wollen in der Erfolgsspur bleiben und haben uns bis zur Winterpause einiges vorgenommen.“

Union Wetten – SV Rindern (So., 15 Uhr). Beim Spiel des Tabellenvorletzten gegen den Ligaprimus aus Rindern ist die Favoritenrolle klar vergeben. Wettens Trainer Christian Offermanns vor dem Spiel: „Wir haben nichts zu verlieren und wollen auch etwas ausprobieren.“ Trotz des bislang souveränen Auftretens seiner Mannschaft wird Rinderns Trainer Joris Ernst nicht müde, seine Spieler vor jeder anstehenden Partie in die Pflicht zunehmen. „Wir fahren mit Respekt nach Wetten, haben aber auch an uns den Anspruch, von dort drei Punkte mitzunehmen.“

Wenn Spielertrainer Sebastian Tissen und seine Stürmerkollegen vom SV Herongen den gegnerischen Strafraum unsicher machen – hier eine Szene aus der Partie gegen den Uedemer SV – wird’s für die Torhüter schon einmal unangenehm. Foto: Klaus-Dieter Stade (kds)

GSV Geldern – SC Blau-Weiß Auwel-Holt (So., 16 Uhr). Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge ist der GSV auf Rang 13 der Tabelle abgerutscht, zwei Punkte hinter dem kommenden Gegner aus Auwel-Holt. „Wir müssen weiter an uns arbeiten und versuchen, das beste aus der schwierigen Situation zu machen“, bleibt Gelderns Spielertrainer Erdi Ezer unaufgeregt.