Fußball : Whistleblower im Gelderland

Wie wir aus gut unterrichteten Kreisen wissen, hat das neue Onlineportal "Football Leaks", das unter anderem das Gehalt veröffentlicht hat, das Toni Kroos bei Real Madrid kassiert, nun die Machenschaften des Fußballkreises Kleve-Geldern ins Visier genommen. Pikante Einzelheiten wurden uns zur Vorabveröffentlichung zugespielt. Der zur Prüfung übermittelte Datensatz umfasst etwa 50 Dokumente. Dem Kreis 8 steht ein mediales Erdbeben bevor.

Insider vermuteten es längt, aber erst die Whistleblower brachten den Skandal ans Tageslicht: Das schwarze Granulat, das sich tonnenweise auf dem Wachtendonker Kunstrasenplatz türmt, entstammt illegaler Abfallentsorgung. Die Emmericher Firma Katjes spart sich damit jährlich einen sechsstelligen Betrag für das Recycling deformierter Lakritz-Katzenköpfe.

Auch das wusste niemand: Ernährungstechnisch sollte es der Stadion-Wurst an die Pelle gehen. Fußballkreis und Eismann-Zentrale planten, den beliebten Halbzeitsnack durch Tiefkühl-Fleischbällchen vom Markt zu drängen. Der perfide Deal scheiterte in letzter Sekunde am Veto von Bofrost - und liegt seitdem auf Eis.

Ungeheuerlich: Einmal mehr verharmlosten die Medien die Realität. Der Flüchtlingszustrom im Gelderland schwillt bedrohlich an. Um den auswanderungswilligen Kicker-Nachwuchs aus der Blumenstadt bei den Nachbarn in Auwel-Holt oder Broekhuysen aufnehmen zu können, plant man dort bereits zentrale Auffanglager. Das Begrüßungsgeld wurde abgeschafft. Neuankömmlinge mit Straelen-(Spieler)-Pass müssen künftig in der neuen Wahlheimat für die Nutzung der Sportstätten zahlen. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt. Aber die Whistleblower haben auch positive Nachrichten für die Fußballfreunde im Gelderland: Die chaotische Parksituation am Sportplatz am Holländer See könnte bald ein Ende haben. Vorbei an NABU, Grünen und Angelverein will die Stadtverwaltung in Kooperation mit dem GSV Geldern das Gewässer zuschütten und in neue Parkflächen umwandeln.

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Eine Revolution bahnt sich zum Rückrundenauftakt in der Kreisliga C an, speziell bei den dritten und vierten Mannschaften. Eine Taskforce fordert die Gleichbehandlung mit ersten Mannschaften, Mindestlohn für alle sowie eigene Betreuer fürs Trikotwaschen und Bälle aufpumpen. Die Ansprüche der Damen-Teams sind moderater: Frau pocht lediglich auf den Sport-BH in Trikotfarbe (ohne Werbeaufdruck!).

MICHAEL MEENEN

(mime)