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Westdeutsche Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaft in Geldern

Tischtennis : Ruhrpott-Derby an der Tischtennis-Platte

Der TTC Geldern-Veert richtete die Westdeutschen Mannschafts-Meisterschaften der Senioren aus. Borussia Dortmund schlug im Finale der Herren 40 Schalke 04. Ein denkwürdiges Duell lieferten sich die Damen 50 aus Kleve und Xanten.

Etwas Wehmut schwang bei Eugen Brück schon mit, als am Sonntagabend in der Gelderner Sporthalle „Am Bollwerk“ die 16 Tischtennisplatten und 200 Banden abgebaut und für den Rücktransport nach Dortmund vorbereitet wurden. Kurz zuvor hatte der Vorsitzende des Gastgebers TTC Gel­dern-Veert noch mit Günter Münnemann, Vorsitzender Seniorensport im Westdeutschen Tischtennis-Verband, die neuen Westdeutschen Mannschafts-Meister der Altersklassen 40 bis 70 geehrt.

„Das war die letzte Großveranstaltung, die ich organisiert habe. Ich bin jetzt 79 Jahre alt. Ich freue mich, dass alles so gut geklappt hat, muss aber auch sagen, dass es aus verschiedenen Gründen in der Vergangenheit wesentlich einfacher war, solche Turniere auf die Beine zu stellen“, sagte Brück.

Rund 120 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Nordrhein-Westfalen ermittelten am Wochenende an der Pariser Bahn die neuen Titelträger und boten dabei phasenweise Tischtennis der Extraklasse. Speziell im Finale des Wettbewerbs der Herren 40 zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. Richtig gelesen – das Ruhrpott-Derby gibt es tatsächlich auch im Tischtennis. „Da habe ich schon beim Einspielen der beiden Mannschaften gedacht, dass man so schnell gar nicht von links nach rechts gucken kann, wie die Bälle über das Netz fliegen“, so Brück.

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Wie im richtigen Fußballer-Leben hatten am Ende die Schwarz-Gelben die Nase vorn. Die Regionalliga-Cracks Evgeny Fadeev, Wencheng Qi und Bernd Möllmann schlugen das Trio in Königsblau mit 4:1. Hinter den beiden Turnierfavoriten sicherte sich die Auswahl des TTV Rees-Groin Rang drei. Sehr zur Freude von Helmut Joosten, Vorsitzender des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes, der den Spielern seines Heimatvereins auf der Tribüne kräftig die Daumen drückte. Im Spiel um Platz drei gelang ein ungefährdeter 4:1-Erfolg gegen den Anrather TK, den Christian Schepers, Wolfgang Gerth und Thomas Hasenwinkel unter Dach und Fach brachten. Bereits am Samstag hatte sich die Reeser Mannschaft, für die außerdem Marcel Dahmen im Einsatz war, wie im Vorfeld erhofft mit Erfolgen gegen das TT-Team Bochum (4:2) und die DJK Eintracht Eitorf (4:1) für das Halbfinale qualifizieren können. Dort gab es ein 1:4 gegen Borussia Dortmund, wobei Wolfgang Gerth mit einem 3:0 gegen Bernd Möllmann den umjubelten Ehrenpunkt beisteuerte.

Ein packendes Derby zweier Vereine aus der Nachbarschaft bekamen die Zuschauer auch im Finale der Damen 50 am Samstagabend geboten. Maria Beltermann und Jutta König von Weiß-Rot-Weiß Kleve unterlagen Gudrun Rynders und Bettina Balfoort vom TuS Xanten im packendsten Match der gesamten Titelkämpfe mit 2:3. Jutta König verlor das entscheidende Einzel gegen Gudrun Rynders mit 11:13 im fünften Satz. Wie knapp die beiden Kleverinnen am Titelgewinn vorbei schrammten, verdeutlicht auch ein Blick auf die Bälle-Bilanz, die mit 181:180 an das Duo vom TuS Xanten ging.

Neben den acht neuen Mannschaftsmeistern durfte sich auch der TTC Geldern-Veert als Sieger fühlen, der für die gelungene Organisation der Titelkämpfe Lob von allen Seiten bekam. „Wir haben uns in Geldern sehr wohlgefühlt. Die Sporthalle war mit großem Aufwand vorbereitet worden. Dazu eine gut sortierte Caféteria und viele nette, hilfsbereite Menschen. Besser geht es nicht“, sagte Jörg Stöck, der mit dem TTC Lantenbach aus Gummersbach den Titel der Senioren 50 gewann.