Lokalsport: Walbeck pirscht sich an den TTC heran

Lokalsport : Walbeck pirscht sich an den TTC heran

Tischtennis-Verbandsliga Frauen: Nach einer 6:0-Führung müssen die Damen des TTC Geldern/Veert noch um den Sieg beim SV Walbeck II bangen, gewinnen am Ende mit 8:6. Beim Tabellenzweiten TSSV Bottrop gibt es ein Unentschieden.

Gegen die Verfolger Walbeck II und Bottrop holt Spitzenreiter Geldern/Veert drei von vier möglichen Punkten in der Tischtennis-Verbandsliga der Frauen. "Eine tolle Ausbeute", sagt Mannschaftsführerin Katja Jansen. Die SVW-Reserve bleibt trotz der Derbyniederlage auf Rang drei.

SV Walbeck II – TTC Geldern/Veert 6:8. Die Revanche ist nicht geglückt. Auch das Rückrunden-Derby hat die Walbecker Reserve gegen die Gäste aus Geldern verloren. Dass aber im letzten Einzel zwischen Lucca Mattheus und Katja Jansen sogar noch ein Punkt für den SVW drin war, damit hätte anderthalb Stunden zuvor niemand gerechnet. Da führten die TTC-Damen bereits mit 6:0. "Mir war klar, dass wir den Sieg damit noch längst nicht sicher hatten", sagt Gelderns Teamführerin Jansen. "Es waren alles knappe Spiele." Die blieben es auch bis zum Ende, als Jansen selbst mit einem 3:0 gegen Mattheus den 8:6-Erfolg perfekt machte.

Den Grundstein dafür legten die Gäste mit den beiden Doppelsiegen zu Beginn des Derbys. "Das war eine schwierige Ausgangslage für uns", sagt Walbecks Spitzenspielerin Nicole van de Locht. Ihr Team hatte daran sichtlich zu knabbern, gab auch die folgenden vier Einzel alle ab. "Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass Annegret Jockweg und ich noch mal heran müssen", sagt Gelderns Annemarie Falkowski. Dann aber begann die Begegnung tatsächlich zu kippen. Die zwei Siege von van de Locht gegen Sandra Ehren und Verena Horsten gegen Jansen ließen einen Ruck durch die SVW-Mannschaft gehen, die nun fünf Punkte in Folge holten. Ein Erklärungsansatz auf Seiten des TTC war die Atmosphäre in der Halle. Nebenan drehten die SVW-Herren ihr Spiel gegen Grevenbroich, womit der Lautstärke-Pegel kontinuierlich anstieg. "Man musste sich vor jedem Ballwechsel neu konzentrieren, das war heute doppelt anstrengend", sagt Jansen.

Die Entscheidung brachte letztlich das 3:1 von Jockweg gegen van de Locht im zehnten Einzel. "Damit hatten wir zumindest den Punkt sicher und konnten etwas lockerer auftreten", sagt Jansen. "Davor habe ich zwischenzeitlich noch gedacht, dass wir sogar noch verlieren könnten." Die letztlich knappe Niederlage war aus Sicht der Walbecker "sehr ärgerlich, nachdem wir noch einmal so nah rangekommen sind, aber nicht tragisch", sagt van de Locht. "Es war schon gut, dass nach einem 0:6 überhaupt noch ein Punkt in Reichweite war." Und immerhin blieb Walbeck II nach der Niederlage in der Hinrunde auch acht Spiele in Folge ungeschlagen.

TSSV Bottrop – TTC Geldern/Veert 7:7. Mit dem Derbysieg im Rücken trat Geldern/Veert einen Tag später bei Verfolger Bottrop an und schaffte ein Unentschieden. Mannschaftsführerin Jansen scherzt: "Wir haben 7:7 gewonnen." Denn nach dem 1:1 in den Doppeln "sind wir eigentlich immer hinterher gelaufen", sagt sie.

Dabei war schon da die 2:0-Führung in Reichweite. Doch Sandra Ehren und Annemarie Falkowski konnten drei Matchbälle im vierten Satz nicht nutzen. In den Einzeln gewannen Bottrops Jutta König und Mechthild Knees alle Einzel. "Zum Glück war auf Annegret Jockweg und Annemarie Falkowski wieder Verlass", sagt Jansen. Die Nummer drei und vier der Gäste gewannen im unteren Paarkreuz jeweils beide Einzel und trugen so maßgeblich zum Punktgewinn bei.

Damit bleiben die TTC-Damen mit einem Zähler Vorsprung auf Bottrop auf Rang eins. "Den wollen wir jetzt auch verteidigen", versichert Jansen, fügte aber hinzu, dass es weniger um den Aufstieg gehe, sondern vielmehr um den sportlichen Ehrgeiz.

(mbue)
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